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Montag, 14 Januar 2019 21:05

Konflikt zwischen IFAF und AFVD geht in die nächste Runde

geschrieben/veröffentlicht von/durch Touchdown24-Redaktion
Zulasten der deutschen Nationalmannschaften ist es zu einer neuen Eskalationsstufe zwischen dem American-Football-Weltverband IFAF und dem Deutschen American-Football-Verband AFVD gekommen.

Laut Veröffentlichung des AFVD war es im November des vergangenen Jahres nach einem Jahr des Streits zu einvernehmlichen Gesprächen gekommen. Die Teilnahme der deutschen U19-Nationalmannschaft an der Europameisterschaft 2019 in Bologna, Italien, sei dem deutschen Verband zugesichert worden. Doch daraus wird - Stand heute - nichts.

Laut AFVD habe die IFAF "in der Weihnachtszeit" über einen Anwalt mitteilen lassen, dass die Teilnahme an der Junioren-EM an weitere Bedingungen geknüpft werde, die der deutsche Verband um seinen Präsidenten Robert Huber hätte binnen weniger Tage akzeptieren sollen. Das hat der AFVD offensichtlich nicht getan. Wie das Football-Portal AmericanFootballInternational.com berichtet, soll jedoch der AFVD nicht seinen finanziellen Verpflichtungen gegenüber dem Weltverband als Mitglied nachgekommen sein. Womöglich steht das in Zusammenhang mit einer weiteren Veröffentlichung des AFVD, in der der AFVD - wenig diskret - eine Rechnung für die Verbandsmitgliedschaft bei der IFAF veröffentlicht. Laut Auskunft des AFVD sei der Mitgliedsbeitrag für Vollmitglieder, deren Voraussetzungen der AFVD theoretisch erfüllt, von 1000,- Euro auf 3000,- Euro per anno erhöht worden. Nach einer Satzungsänderung innerhalb der IFAF werden die Nationalverbände nunmehr in Vollmitglieder, assoziierte Mitglieder und inaktive Mitglieder unterteilt - mit Auswirkungen auf deren Stimmrecht. Demzufolge hätten acht Vollmitglieder, sofern sie sich denn einig seien, die Stimmmehrheit über alle anderen Mitglieder.

Betroffen sind aktuell die deutsche Männer-Nationalmannschaft, die U19-Junioren-Nationalmannschaft, die Frauen-Nationalmannschaft sowie die Männer- und Frauen-Nationalmannschaft im Flag-Football. Für alle Teams finden in diesem Jahr Europameisterschaften statt, für alle Wettbewerbe habe der AFVD seine Mannschaften angemeldet. Zudem hat der AFVD der IFAF eine Frist bis zum 18. Januar gesetzt, in der der AFVD zur Schlichtung nur die Zulassung aller Teams zu sämtlichen Europameisterschaften akzeptieren werde, um den deutschen Spielbetrieb organisieren zu können. Angesichts der Tatsache, dass der Qualifikationsmodus für die U19-EM bereits veröffentlicht ist, ist jedoch nicht mit einer schnellen Einigung zu rechnen. Demnach sind Italien, Schweden, Dänemark und Österreich gesetzt, während Frankreich gegen die Slowakei, Finnland gegen Russland, Großbritannien gegen Norwegen und die Niederlande gegen Spanien weitere vier Teilnehmer im K.o.-System ausspielen.

Damit geht der AFVD auf Konfrontationskurs zur IFAF um ihren Präsidenten Richard MacLean, der auf AmericanFootballInternational.com sagt: "Leider bleibt Deutschland in keiner guten Zusammenarbeit und dadurch werden ihre Athleten nicht teilnehmen. Ich hoffe, dieser Fall wird geklärt, ehe der Meldeschluss zum nächsten Turnier verstreicht, so dass die deutschen Athleten teilnehmen können". Davon ist wohl aktuell eher nicht auszugehen.

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