"Danke Ref, den College Ball brauch ich nicht mehr, es geht jetzt in die NFL!" - Trevor Lawrence. "Danke Ref, den College Ball brauch ich nicht mehr, es geht jetzt in die NFL!" - Trevor Lawrence. Imago Images / ZUMA Wire / Jose / MarinMedia.org / Cal Media

Trevor, Trey & Co. sagen "Hallo" zur NFL

geschrieben/veröffentlicht von/durch  24.05.2021
Der NFL Draft 2021 ist Geschichte, so langsam beginnt für die frischgebackenen Profis der sportliche Ernst des Lebens. Playbooks wollen studiert, neue Konzepte verinnerlicht und kommende Teamkollegen kennengelernt werden. Mit besonderer Spannung werden die ersten NFL-Schritte der neuen Quarterback-Hoffnungen beobachtet, die bei den Rookie Minicamps ihrer Teams einen ersten Blick in die Zukunft preisgeben sollen!

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Die fünf Signal Caller der diesjährigen First Round haben alle bereits die ersten Pässe ihrer NFL-Karriere geworfen und auch wenn die ziemlich einfach gehaltenen Einheiten eines Rookie Minicamps natürlich nicht überbewertet werden dürfen (offiziell sieht jeder dabei laut Team-PR "großartig" aus), so hängen viele Fans von San Francisco bis Jacksonville doch an jedem noch so kurzen Trainingsvideo. Schließlich geht es mehr oder weniger um die mittelfristige Zukunft ihrer Franchise. TOUCHDOWN24 schaut einmal, was Trevor Lawrence und seine Positionskollegen so für einen Eindruck machten, bevor es dann nächste Woche für die Teams mit dem NFL-Offseason-Kalender und den Organized Team Activities weitergeht.


Trevor Lawrence (Jacksonville Jaguars)

Jahrhunderttalent Trevor Lawrence, der First Overall Pick des NFL Draft, trug wie für Quarterbacks üblich ein rotes Non Contact Jersey, in seinem Fall aber bedeutete es sogar noch ein klein wenig mehr. Der ehemalige Clemson-Star wurde vor drei Monaten an seinem linken Labrum operiert und erfuhr daher beim Jaguars Minicamp eine extra vorsichtige Behandlung. Er warf pro Tag lediglich 30 bis 40 Pässe, nahm keine Snaps direkt vom Center entgegen und übergab auch keine Bälle an die Running Backs. Bloß nicht hinfallen, hieß das Motto, und das taten auch seine genauen Pässe eher selten. Mental soll er ebenfalls in Meetings und während des Trainings immer auf der Höhe gewesen sein. Bis es richtig losgeht, so Head Coach Urban Meyer, wird Lawrence aber topfit sein. "Die Beweglichkeit ist schon wieder voll da, aber wir müssen trotzdem noch ein wenig vorsichtig sein", sagte Lawrence selbst über seine Schulter und verriet, dass er im Moment zum Beispiel noch keine Gewichte stemmen kann.

https://twitter.com/JGrayJets/status/1395144022595932168

Zach Wilson (New York Jets)

So mancher Jets-Fan machte sich vor nicht allzu langer Zeit noch ein paar Sorgen, ob Zach „Babyface“ Wilson wirklich schon die physischen Voraussetzungen für den rigorosen NFL-Alltag mitbringt. Die kräftigen Beine des neuen Franchise Quarterbacks beruhigten die leidgeprüfte Fangemeinde allerdings schnell, ebenso wie der schnelle Release des ehemaligen BYU Cougars. Dazu überzeugte Wilson aber vor allem mit seiner Persönlichkeit, seiner Arbeitseinstellung und seiner Führungsqualität. "Seine mentale Führungsstärke hat etwas von einem General", lachte Rookie Receiver Elijah Moore, der zusammen mit Wilson und Runningback Michael Carter den jungen Kern der künftigen Jets Offense bilden soll. Zu ihnen wie zum Rest des Teams ist Wilson bereits in extensivem Kontakt und bemüht sich um ein schnelles Kennenlernen auf und neben dem Feld., was ihm seinen Start in der NFL durchaus erleichtern sollte.


Trey Lance (San Francisco 49ers)

Ist das da ein Linebacker, der gerade aus der Kabine kommt? Nein, der junge Mann in den etwas knappen Shorts und mit der Nummer Drei auf der Brust war Trey Lance, die junge Quarterback-Hoffnung der San Francisco 49ers und der dritte Pick des diesjährigen NFL Draft. Mit seiner physischen Präsenz und seinem Körperbau wusste Lance direkt zu überzeugen, einige Male stellte er auch schon sein enormes Armtalent unter Beweis. Der Großteil seiner Pässe blieb allerdings nahe der Line Of Scrimmage und die Coaches konzentrierten sich vor allem darauf, Lance für die Feinheiten im unmittelbaren Snap Prozess zu sensibilisieren. Schließlich setzte der junge Signal Caller die Saison im letzten Jahr nach nur einem Spiel wegen der Covid-19-Pandemie aus. Gerade auf den mentalen Aspekt des Spiels freute sich Lance besonders. "Seit sieben oder acht Monaten warte ich darauf, ein NFL-Playbook zu lernen und jetzt freue ich mich riesig, dass es los geht", so der einstige Spieler der North Dakota State University.

https://twitter.com/TrufoleskyMick/status/1393216691686060032

Justin Fields (Chicago Bears)

Wie auch Trey Lance ist Justin Fields ein Quarterback, der gerade in einem Walkthrough ähnlichen Training besonders beeindruckend rüberkommt. Auch in Shorts und ohne Shoulder Pads sieht man schnell, dass Fields in Georgia und später an der Ohio State University wohl nur selten das Krafttraining geschwänzt hat, eher sogar noch ein paar Extraeinheiten geschoben hat. Dazu stellte er bereits sein extrem gesundes Selbstbewusstsein als auch seine Führungsqualitäten unter Beweis. Mehrere Rookie-Kollegen zeigten sich von seiner Aura beeindruckt und merkten an, dass Fields sie bereits stetig pushen würde. Das tut er auch mit sich selbst und denkt schon darüber nach, eventuell als Starter in die NFL Regular Season zu gehen. "Ich denke, jeder im Team sollte starten wollen", sagte Fields zu einer ganzen Armada von Chicagoer Sportjournalisten. "Und falls das nicht so ist, dann gibt es auch keinen Grund hier zu sein." Damit waren die Fronten klar und jeder wusste, dass Fields schon jetzt eine NFL-Profimentalität besitzt. "Ich wurde hierfür geschaffen, hierfür geboren", ergänzte der Bears-Rookie.


Mac Jones (New England Patriots)

Wie auch die anderen Coaching Staffs der diesjährigen First Round Quarterbacks zeigten sich auch die Übungsleiter in New England "überwältigt" von ihrem neuen NFL-Rohdiamanten Mac Jones. Beim letztjährigen National Champion von den Alabama Crimson Tide sind es nicht nur die physischen Voraussetzungen, die seine Coaches verzücken, nach mehreren Quellen zeigten sich Bill Belichick, Josh McDaniels und Co. vor allem erfreut über die Genauigkeit, die mentalen Kapazitäten sowie die Auffassungsgabe ihres neuen Schützlings. Dieser kommt mit besten Empfehlungen vom legendären College-Coach Nick Saban in die NFL, ein guter Freund Belichicks und ehemaliger „Schüler“ des großen Meistermachers. Nicht nur deshalb fühlt sich Jones bereits in New England heimisch. "Irgendwie habe ich vor dem Draft instinktiv gehofft, dass ich in New England lande", so der 15. Pick des diesjährigen NFL-Talentbasars. "Dass es so geklappt hat, macht mich natürlich sehr glücklich." Und die Patriots wohl auch.
Moritz Wollert

Moritz Wollert studierte Sportmanagement im Fernstudium an der Fachhochschule für angewandtes Management Erding. Er hat aber nach mehreren Jahren in der Praxis seine Leidenschaft für das geschriebene Wort zum Beruf gemacht und arbeitet mittlerweile als freier Autor und Redakteur. Hauptsächlich ist er dabei im Sportbereich unterwegs, seit 2020 auch fest für TOUCHDOWN24.

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