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Fantasy Football: Way-too-early - Meine Top-Tight-Ends 2024 - Teil 2

Chiefs Superstar Travis Kelce landete nach Jahren der Fantasy Dominanz im letzten Jahr nur auf Platz Drei der Tight Ends und möchte zurück an die Spitze. Credit: IMAGO / Icon Sportswire

Achter und letzter Artikel zu den Way-too-early Fantasy Rankings. Abschließend stellt unser Fantasy Experte Andri Töndury seine Top 6 Tight Ends für die kommende Spielzeit vor. Hier geht’s zu den Rängen zwölf bis sieben der Tightends.

Platz 6: Kyle Pitts, Atlanta Falcons

Nach einer 1.000-Yard-Saison als Rookie im Jahr 2021 wurde Pitts in den Jahren 2022 und 2023 Opfer von schlechtem Quarterback-Play und Verletzungen. Pitts war während eines Grossteils der Saison 2022 verletzt. Obwohl er 2023 alle 17 Spiele bestritt, gab er nach der Saison zu, dass er immer noch unter den Komplikationen seiner MCL-Verletzung aus dem Jahr 2022 litt. In den letzten beiden Saisons hat Pitts insgesamt nur 1.023 Receiving-Yards und fünf Touchdowns erzielt. Auch wenn viele Pitts aufgrund seines enttäuschenden Karrierestarts bereits abschreiben, sehe ich viel Hoffnung. Pitts ist noch extrem jung (er ist gleich alt wie Brock Bowers, der dieses Jahr erst gedrafted wurde), ist sehr talentiert und hat für die neue Saison ein grosses Quarterback-Upgrade bekommen. Wir wissen, dass Pitts 1000 Yards in der NFL liefern kann. Wir wissen auch, dass Cousins ohne Probleme mindestens fünf bis zehn Touchdowns mehr werfen wird als Ridder & co 2023. Die Upside für Pitts ist da und ich glaube weiter an ihn.

Platz 5: Trey McBride, Arizona Cardinals

Nach einem enttäuschenden Rookie-Jahr (wo wir von Rookie-Tightends aber meistens auch nicht viel erwarten) tauchte Cardinals-Tightend Trey McBride 2023 auf der Bildfläche auf. Er erzielte 825 Receiving-Yards bei 81 Catches und drei Touchdowns. Das war gut für einen TE7-Platz in PPR-Ligen. McBrides 2023 ist sogar noch beeindruckender, wenn man bedenkt, dass er bis Woche acht nicht mehr als 60 % der Snaps in einem Spiel gespielt hat. Von diesem Zeitpunkt an war er der PPR-TE4 bei den Fantasiepunkten pro Spiel. Cardinals-Quarterback Kyler Murray fehlte in den ersten neun Spielen des Teams verletzt. Als er zurückkehrte, bildete das Duo eine starke Bindung. Mit Marvion Harrison Jr. Bekommt McBride grosse Target-Konkurrenz. Ich gehe aber davon aus, dass wir eine sehr spannende Offense in Arizona sehen werden. Zudem habe ich wenig Vertrauen in die Defense, was wiederum für Fantasy-Offensiven noch mehr Upside verspricht. McBride ist sehr nahe an den Top vier dran und ich kann Leute verstehen, die ihn weiter vorne in ihren Rankings haben.

Platz 4: George Kittle, San Francisco

Meine Kritik an seiner Rolle und sein grosses Boom-or-Bust-Potential hatte Kittle vor der letzten Saison wohl überhört. George Kittle legte in aller Ruhe eine starke Saison hin. Obwohl er nur 5,6 Targets pro Spiel sah (was ich vor der Saison befürchtet hatte), beendete er die Saison als TE5 und erzielte durchschnittlich 10,7 halbe PPR-Punkte pro Spiel. Er tat dies mit einer Elite-Effizienz und erzielte Karrierehöchstwerte bei Yards per target (11,3) und Yards per catch (15,7). Laut PlayerProfiler führte Kittle alle Tight Ends bei den Yards pro gelaufener Route (2,3) an, war Zweiter bei der durchschnittlichen depth of target (9,5) und Dritter bei den Yards after catch (5,4). Kittle ist nicht der Tightend mit dem höchsten Floor, aber er produziert konstant Boom-Wochen. In der letzten Saison hatte er sieben Spiele mit 16+ PPR-Punkten. Im Vergleich dazu hatte der TE1 Sam LaPorta sechs Spiele mit 16+ PPR-Punkten, während TE2 Travis Kelce nur vier hatte. Mit einem Snap-Anteil von 91 % und einer Route-Beteiligung von 95,3 % im Jahr 2023 scheinen Kittle's Chancen nicht im Geringsten zu schwinden. Ich gehe davon aus, dass wir Ayiuk dieses Jahr noch bei den 49ers sehen werden und dass die Effizienz leicht zurück geht, aber Kittle kann einem Fantasy-Team die Woche gewinnen.

Platz 3: Sam LaPorta, Detroit Lions

Sam LaPortas aussergewöhnliche Rookie-Saison sorgte für einen historischen Einstand in der NFL. LaPorta stellte einen neuen NFL-Rekord für Receptions durch einen Rookie-Tightend auf (86 Catches, 5,1 pro Spiel). Mit seinen zehn Touchdowns war er der dritte Rookie-Tightend, der eine zweistellige Touchdown-Zahl erzielte. LaPorta belegte ausserdem den zweiten Platz unter allen Tightends bei den Targets pro gelaufener Route (26,6 %), den vierten Platz bei den Air Yards (826), den vierten Platz bei den Targets in der Redzone (16), den fünften Platz bei den Receiving Yards (889, 52,3 pro Spiel), den sechsten Platz bei den Yards pro gelaufener Route (1,97) und den achten Platz bei den Yards after catch (364). Das alles ist für eine Rookie-Saison wahnsinnig gut und viele sehen LaPorta als den TE1 für Redraft und Dynasty. Obwohl ich die Lions Offense sowie LaPorta sehr mag, landete er bei mir nur auf TE3. Kann er sich für 2024 noch weiter steigern? Er produzierte zehn Touchdowns, seine expected TDs lagen aber bei 6.5 und die Wahrscheinlichkeit, dass er wieder zehn Touchdowns erzielt, ist vorhanden – aber eben bei weitem keine Garantie. Er konnte mit 120 Targets 890 Yards erzielen. Um als TE1 die Saison abzuschliessen, werden 2024 1000 Yards nötig sein. LaPorta ist ein toller Tightend und ein spannender Name für Fantasy, aber für mich wird er zu früh gedrafted. Sollte LaPorta der TE1 mit einer ADP von Ende zweite Runde bleiben, werde ich in meinen Teams keinen Lions Tightend haben.

 

Platz 2: Mark Andrews, Baltimore Ravens

Das Jahr 2023 war für Ravens Tightend Mark Andrews enttäuschend. Seine Saison war auf nur zehn Spiele begrenzt, nachdem er sich in Woche elf gegen die Bengals nach einem Hip-Drop-Tackle eine saisonbeendende Beinverletzung zugezogen hatte. Andrews kehrte bei der Niederlage der Ravens im AFC Championship Game gegen die Kansas City Chiefs auf das Spielfeld zurück womit Fantasy Manager davon ausgehen können, dass er 2024 bei voller Gesundheit sein wird. Potenziell besorgniserregender ist jedoch, dass der Target-Share und die Targets Per Route Run (TPRR) von Andrews niedriger waren als das Jahr zuvor. Während Flowers eine starke Konkurrenz darstellt, hat Andrews gezeigt, dass er für Fantasy-Besitzer immer noch liefern kann und dass er das favorisierte Ziel von MVP-Quarterback Lamar Jackson ist. Ich bin der Meinung, dass die Ravens auch 2024 wieder eine starke Offense stellen werden und mit der Verpflichtung von RB Derrick Henry müssen sich die Gegner noch mehr auf das gefährliche Backfield aus Henry und Lamar konzentrieren, was Andrews Räume öffnen sollte.

Platz 1: Travis Kelce, Kansas City Chiefs

Travis Kelce hat seit 2015 nicht mehr ausserhalb der Top drei auf der Tightend-Position abgeschlossen, und in dieser Zeitspanne belegte er in sechs der letzten acht Saisons den TE1-Platz. Im Jahr 2021 wurde er TE2 hinter Mark Andrews, und im letzten Jahr wurde er TE3 hinter Sam LaPorta und Evan Engram. Seine TE3-Platzierung ist jedoch ausschliesslich auf die beiden Spiele zurückzuführen, die er verpasst hat, eines zu Beginn der Saison, nachdem er sich in der Preseason eine Knöchelverstauchung zugezogen hatte, und eines in Woche 18, nach dem er die ganze Saison angeschlagen gespielt hatte und sich für die Playoffs ausruhen wollte. Mit 219,4 PPR-Punkten lag er nur 19,9 Punkte hinter LaPorta, und Kelce führte die Liga mit 14,6 PPG an, was bedeutet, dass er erneut TE1 geworden wäre, wenn er in beiden Spielen gespielt hätte. Das Auftauchen von LaPorta in Verbindung mit Kelce, der dieses Jahr 35 Jahre alt wird, hat dazu geführt, dass die Fantasy Community scheinbar Abstand von Travis Kelce nimmt -  und das zu unrecht. Die Kansas City Chiefs wollen dreimal Super Bowl-Champion werden, und Kelce ist ein Schlüsselelement für dieses Ziel, und er hat uns keinen Grund gegeben, an ihm zu zweifeln oder zu glauben, dass er nicht wie immer dominieren wird. Selbst wenn – und davon gehe ich aus – Kelce einige Snaps weniger spielen wird, damit er fit bleibt, so wird die ganze Offense deutlich besser funktionieren. Die Speedster Marquise Brown und Xavier Worthy werden eines der schnellsten Duos in der NFL bilden und als Deep Threats agieren – ein Element, dass der Offense fast gänzlich fehlte – was Travis Kelce viele Räume öffnen wird. Ich glaube kaum, dass Kelce seine Saison unter 1000 Yards und acht Touchdowns beenden wird, was ihn möglicherweise ein weiteres Mal als TE1 die Saison beenden lassen wird.

Die vollständigen Rankings und Analysen zu den Widereceivern sowie allen anderen Positionen findet ihr unter: https://www.footballbrocasters.com/rankings

Über den/die Autor/in
Andri Töndury
Andri Töndury
Online-Redaktion
Andri gehört bei touchdown24.de zu den Beat Writern und schreibt hauptsächlich über die NFL

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