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NFL Fantasy Football

Fantasy Football: Way to early - Meine Top-Runningbacks 2024 - Teil 2

Die Nummer eins unter den Runningbacks: Christian McCaffrey - Foto: IMAGO / USA TODAY Network

Vierter Beitrag zu den "way too early Rankings". Nach den Ausführungen zu den Quarterbacks, die ihr hier findet, folgen die Runningbacks. Wie bereits erwähnt, habe ich mich an die Predictions der NFL-Saison 2024 gemacht. Team für Team und insgesamt 380 Spieler habe ich anhand der Vergangenheit, Statistiken, Trends und unter Berücksichtigung von Coaching-Wechseln für 2024 ermittelt.

---von Andri Töndury---(Stand vom 20. Juni 2024)---

Zu den Runningbacks der Plätze 7 bis 12 geht es hier.

Platz 6: Saquon Barkley, Philadelphia Eagles

Saquon Barkley ist seit Jahren einer der talentiertesten Runningbacks der gesamten NFL. Aufgrund der Umstände mit einer eher schwächeren Giants-Offensive in den letzten Jahren und einigen Verletzungen konnte er sein Potenzial selten ganz ausschöpfen. Ein Neuanfang in Philadelphia kommt gerade rechtzeitig. Hinter einer starken Offensive Line in einer starken Offensive wird Barkley mehr Möglichkeiten bekommen, sein Talent zu zeigen. Bei den Giants war Barkley Dreh- und Angelpunkt im Angriff, worauf sich auch die Gegner einstellten. Barkley hatte 2023 ganze 62 stuffed runs und war bei den Runningbacks auf Rang 57, was das Runblock-Rating seiner Line anging. Es war wirklich eine schlechte Situation und in Philadelphia sollte es deutlich besser werden. Die einzige Frage, die sich für die Upside von Barkley hinter dieser Offensive Line stellt, ist: Wie viele Tush-Pushs wird’s ohne Jason Kelce geben? Wie viele Rushing Touchdowns wird Jalen Hurts erzielen?

Platz 5: Jahmyr Gibbs, Detroit Lions

Jahmyr Gibbs geht 2024 ist seine zweite NFL-Saison. Er wird sich weiterhin das Backfield in Detroit mit David Montgomery teilen, wobei er in der zweiten Saisonhälfte zuletzt langsam aber sicher die Überhand im Backfield gewann. Gibbs belegte in seinen letzten elf Spielen den dritten Platz bei den Rushing Yards (766/69,6 pro Spiel), erzielte dabei neun Läufe über 20 Yards (Ligaspitze) und wurde Zweiter bei Rushing Touchdowns (zehn). Gibbs lief außerdem 317 Routen, wurde auf 22,4 Prozent dieser Routen angepeilt, belegte den achten Platz bei den Targets (71/4,7 pro Spiel) und war auf dem neunten Platz bei den Receptions (52/3,5 pro Spiel). Er ist eine Allrounder-Waffe, ein typischer 3-Down-Back, der hinter einer tollen Offensive Line in einem guten Offensive Scheme spielt. Sollte sich Montgomery verletzen, ist Gibbs meiner Einschätzung nach ein Anwärter als DER RB1 2024.

Platz 4: Jonathan Taylor, Indianapolis Colts

Taylor verpasste 2023 einige Spiele, was seine total Stats schlechter aussehen lässt, als er eigentlich war. Seine Daumen- sowie Knöchelverletzungen sind ausgeheilt und sollten keinen Einfluss auf die kommende Saison haben. Taylor ist ein kompakter Läufer mit viel Kraft und toller Geschwindigkeit. 2021 zeigte er in 17 Spielen, was er abliefern kann: 1811 Yards, 18 Touchdowns, 360 Receiving Yards und zusätzliche drei Touchdowns. Die Colts-Offensive-Line zeigte 2023 ebenfalls eine tolle Leistung, denn auch die Backup-Runningbacks hinter Taylor konnten während seiner Verletzung starke Spiele abliefern. Bei Taylor gilt das gleiche Fragezeichen wie bei Barkley: Wie wirkt sich der Dual-Thread Quarterback in Anthony Richardson auf Taylor aus? Wird die Touchdown-Upside begrenzt oder öffnet Richardson’s Spielstil noch mehr Räume für Taylor? Grundsätzlich erfüllt Taylor alle Voraussetzungen, um wieder als absoluter Elite-Runningback für Fantasy zu performen.

Platz 3: Kyren Williams, Los Angeles Rams

Vorneweg: Ja, Kyren Williams bringt ein großes Risiko mit sich. Der ehemalige Fünftrundenpick übernahm 2023 das Backfield bei den Rams von Cam Akers und gab es nicht mehr her. Sean McVay zeigte in den letzten Jahren, dass er es bevorzugt, einen einzelnen Runningback als Leadback einzusetzen, der den Großteil der Arbeit erledigt. Kyren Williams als Leadback war dann doch überraschend – und wie. Williams führte alle Runningbacks mit einem Snap-Anteil von 83,9 Prozent an und wurde auf dem Weg zu einem RB2-Platz pro Spiel nur von Christian McCaffrey übertroffen. Obwohl er fünf Spiele verletzungsbedingt verpasste, schaffte es Williams, mit 60 Berührungen in der Redzone auf Platz vier zu landen. Nebst der enormen Workload war Williams aber auch enorm effizient: Sowohl bei den true Yards pro Carry (4,8) als auch bei den vermiedenen Tackles (61) landete er auf Platz acht, während er bei den Yards pro Touch (5,2) auf Platz 13 landete. Einziges (großes?) Fragezeichen: Wieso haben die Rams einen Day-2-Pick für einen Runningback wie Blake Corum verwendet? Überrascht uns McVay plötzlich und Corum startet Woche eins? Eins ist klar: Das Scheme von McVay ist toll, die Offensive Line wurde nochmals verstärkt und gehört zu den besten Runblocking-Lines der Liga. Ist Williams der Leadback, wird er für Fantasy Goldwert sein.

Platz 2: Bijan Robinson, Atlanta Falcons

Bijan Robinson hatte eine Rookie-Saison mit Höhen und Tiefen, nachdem er von den Atlanta Falcons mit dem achten Pick im NFL-Draft gepickt wurde. Obwohl er als RB17 auf einer Pro-Game-Basis als Rookie abschloss, war die Effizienz von Robinson gut. Er war sowohl bei Yards pro Touch (Rang neun) als auch bei erzielten Yards (Rang fünf) vorne anzutreffen. Zudem war Robinson unter den Top-drei bei den gelaufenen Routen, der Routenbeteiligung und dem Targetshare. Von den Runningbacks, die im Jahr 2023 mehr als 16 Spiele bestritten, hatten nur Breece Hall und Christian McCaffrey mehr Targets als Robinson. Hall und McCaffrey beendeten die Saison als RB2 bzw. RB1. Mit Kirk Cousins als Quarterback in Atlanta sollte die Offense 2024 einen großen Schritt nach vorne machen. Das sollte viele weitere Touchdowns für Bijan bedeuten, der als Rookie bei 300 Gelegenheiten nur acht erzielte.

Platz 1: Christian McCaffrey, San Francisco 49ers

McCaffrey ist mit 28 Jahren der älteste Runningback in meinen Top sechs. Historisch gesehen ist das der Zeitpunkt, an dem Runningbacks normalerweise weniger Leistung für Fantasy Football bringen. Würden wir bei Ausnahmetalenten wie CMC aber die gleichen Maßstäbe anlegen, würden wir eine weitere RB1-Saison verpassen. McCaffrey ist ein dynamischer Runner und Receiver. Er hat sowohl einen extrem hohen Floor als auch ein unglaubliches Ceiling. Hinter der guten 49ers O-Line und mit dem Scheme von Head Coach Kyle Shanahan ist Erfolg garantiert. McCaffrey erlief im Jahr 2023 1459 Yards (5.4 Yards per Carry) und 14 Touchdowns, während er sieben weitere durch die Luft erzielte und insgesamt über 2000 Yards produzierte. Es fällt schwer, nebst einer Verletzung, einen Grund zu finden, weshalb McCaffrey die Saison nicht als RB1 beenden sollte.

https://x.com/MySportsUpdate/status/1751762287252115900

 

Kleiner Nachtrag: Die Vorhersage ist natürlich nicht perfekt. Könnte ich in die Zukunft schauen, würde ich wahrscheinlich noch an ganz anderen Orten als bei den Fantasy BroCasters und im TOUCHDOWN24-Magazin auftauchen. Nichtsdestotrotz steckt viel Arbeit hinter der Vorhersage. Diese wird sich im Verlaufe der Offseason bis Anfang September weiter verändern, sollten Verletzungen, Sperren oder ähnliches Einfluss auf den Depth Chart der 32 NFL Teams nehmen.

Über den/die Autor/in
Andri Töndury
Andri Töndury
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Andri gehört bei touchdown24.de zu den Beat Writern und schreibt hauptsächlich über die NFL

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