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NFL Fantasy Football

Fantasy Football: Way to early - Meine Top-Runningbacks 2024 - Teil 1

Führt die zweite Hälfte der Top-12 an: Breece Hall von den New York Jets

Dritter Artikel zu den "way too early Rankings". Nach den Ausführungen zu den Quarterbacks, die ihr hier findet, folgen die Runningbacks. Wie bereits erwähnt, habe ich mich an die Predictions der NFL-Saison 2024 gemacht. Team für Team und insgesamt 380 Spieler habe ich anhand der Vergangenheit, Statistiken, Trends und unter Berücksichtigung von Coaching-Wechseln für 2024 ermittelt.

---von Andri Töndury---(Stand vom 18. Juni 2024)---

Kleiner Einschub vor dem eigentlichen Ranking: Die Vorhersage ist natürlich nicht perfekt. Könnte ich in die Zukunft schauen, würde ich wahrscheinlich noch an ganz anderen Orten als bei den Fantasy BroCasters und im TOUCHDOWN24-Magazin auftauchen. Nichtsdestotrotz steckt viel Arbeit hinter der Vorhersage. Diese wird sich im Verlaufe der Offseason bis Anfang September weiter verändern, sollten Verletzungen, Sperren oder ähnliches Einfluss auf den Depth Chart der 32 NFL Teams nehmen.

Platz 12: De’Von Achane, Miami Dolphins

Kein Spieler war 2023 auch nur annähernd so effizient wie Achane. 7.76 Yards pro Lauf und 8 Touchdowns in nur 103 Versuchen, dazu 27 Receptions für weitere 200 Yards und 3 Touchdowns. Achane erzielte 1.85 Fantasypunkte pro Lauf und 5.15 (!) Fantasypunkte pro Target. Würde diese Effizienz auf eine ganze Saison hochgerechnet werden, würden wir von einer wahren Konkurrenz für Christian McCaffrey sprechen. Das Problem: Solche Über-effizienten Statistiken können oftmals nur mit wenigen Touches kreiert werden. Immerhin sprechen wir bei Achane von einer Sample-Size von 140 Opportunities – aber es waren eben nur 11 Spiele und ein geteiltes Backfield in Miami. Achane könnte 2024 ohne Probleme ein Top-5-Fantasy-Runningback sein – aber das Risiko bei ihm ist groß. Er ist klein und leicht, hatte 2023 mit mehreren Verletzungen zu kämpfen und teilt sich das Backfield einerseits weiterhin mit Raheem Mostert, der 2023 insgesamt 21 Touchdowns erzielte, und mit Rookie Jaylen Wright, für den die Dolphins einen Drittrundenpick 2025 abgaben. Bekommt Achane mehr Möglichkeiten, bleibt er fit und kann er seine Effizienz beibehalten? High risk, high reward.

Platz 11: Alvin Kamara, New Orleans Saints

Kamara spielte aufgrund seiner Sperre 2023 nur 13 Spiele. Wir kennen die Problematik von älteren Runningbacks, die meistens eher schnell als langsam ihren Value für Fantasy Football verlieren. Ist Kamara 2024 ebenfalls so weit? 2023 war er RB46 in Rushing Yards over Expectation (RYOE), RB40 in Missed Tackles forced per Attempt und hatte Karrieretiefs in Rushing Yards, Yards pro Reception und Yards pro Target. Folgt der krasse Drop-Off wie bei Dalvin Cook oder Todd Gurley in der Vergangenheit? Auf jeden Fall muss man sich des Risikos bewusst sein, wenn man Kamara 2024 drafted. Um aber die positiven Seiten von Kamara hervorzuheben: Kamara war in PPR-Ligen trotzdem RB12 und RB3 in Points per Game. Er sah im Schnitt 13.8 Carries und 6.6 Targets pro Spiel, was ihn weiterhin zu einem Spieler mit hohem Floor macht. Vielleicht stehlen ihm Zweitjahres-Runningback Kendre Miller und das Schweizer Taschenmesser Taysom Hill an der Goalline einige wertvolle Touches, was seine Upside begrenzt. Floor bringt Kamara aber allemal mit.

Platz 10: Derrick Henry, Baltimore Ravens

King Henry. Die Ausnahme unter allen Runningbacks der letzten Jahre. Keiner hat so viele Läufe pro Saison auf dem Buckel wie der King himself. Auch 2023 sammelte er mit 280 Carries wieder 1167 Yards und lag damit nur hinter McCaffrey auf Rang zwei. Im neuen Jahr wird er mit den Baltimore Ravens versuchen, seine Karriere mit einem Super-Bowl-Sieg zu krönen. Henry ist ein Bulldozer, der seine Gegner müde läuft und kaum zu tacklen ist. Ob ihm das mit 30 auch noch gelingen wird? Ich glaube, dass Henry von der tollen Baltimore-Offense um ihn herum profitieren wird. Verliert er eventuell einige Rushing Touchdowns an Lamar Jackson? Wahrscheinlich. Wiederum wird Henry davon profitieren, dass Defenses bei jedem Spielzug auch auf Jackson als möglichen Ballträger Acht geben müssen. 2023 erzielte Gus Edwards in dieser Offense 13 Touchdowns. Eine Marke, die Henry durchaus ebenfalls erreichen könnte. In meiner ersten Vorhersage landet Henry bei 273 Carries für 1201 Yards und ebendiesen 13 Touchdowns – und damit auf Platz zehn der Runningbacks.

https://x.com/NFL/status/1780663258204008533/photo/1

Platz 9: Isiah Pacheco, Kansas City Chiefs

Clyde Edwards-Helaire, Keaontay Ingram, Deneric Prince, Louis Rees-Zamit, Emani Bailey, Carson Steele. Der Runningback-Room der Chiefs hinter Pacheco besteht aus vielen Fragezeichen. Pacheco wird kaum Konkurrenz im Backfield haben, was ihm viele Möglichkeiten eröffnet. 2023 lieferte er in 14 Spielen 1179 total Yards und 9 Touchdowns bzw. 84 Yards und 0.64 Touchdowns pro Spiel. Im Schnitt waren das 12.1 Fantasypunkte pro Spiel und er hatte 72.4 Prozent aller Touches im Chiefs-Backfield. Wer meine Ausführungen zu der Chiefs-Offense, zu Patrick Mahomes oder Travis Kelce gelesen hat, weiß: die Chiefs waren 2023 statistisch in einem Tief. Rund 20 Touchdowns weniger als jeweils in den drei Jahren zuvor wurden erzielt. Ich erwarte ein Bounce-Back – angeführt von Mahomes, aber auch mit mehr Möglichkeiten für Pacheco. In einer der besten Offenses und ohne Konkurrenz im Backfield spricht momentan wenig gegen ihn.

Platz 8: Travis Etienne, Jacksonville Jaguars

Etienne war 2023 einer von nur sieben Spielern, die noch mehr als Workhorse-Back fungierten als Pacheco. Etienne hatte einen Opportunity-Share von 75.7 Proeznt im Backfield der Jaguars. Etienne befindet sich in einem Vertragsjahr. Ein Satz, den ihr bei mir immer lesen werdet: Contract year is undefeated. Etienne wird sowohl über 250-mal den Ball laufen als auch sehr oft im Passspiel eingesetzt werden. Seine erste Saisonhälfte war über-Effizient, was die Touchdowns anbelangte. Diese Effizienz kippte in der zweiten Saisonhälfte in Negative, wobei 2024 durchaus wieder mit einer zweistelligen Touchdown-Zahl gerechnet werden kann. Etienne stieg auf den zweiten Platz unter allen Backs bei den Snaps (816) und belegte in den Wochen 1 bis 18 den siebten Platz bei den Punkten pro Spiel (16,6). Ähnlich wie Pacheco hat Etienne kaum Konkurrenz im Backfield und die Offensive sollte 2024 besser funktionieren, wodurch noch mehr Touchdown-Möglichkeiten entstehen könnten.

Platz 7: Breece Hall, New York Jets

Breece Hall befindet sich in meinen ersten Rankings nur auf Rang sieben aller Runningbacks. Der Grund sind vor allem die fehlenden Touchdowns in meiner Vorhersage für 2024, weil ich mir noch nicht sicher bin, wie die Jets-Offense auftreten wird. Hall kuriert momentan eine leichte Unterkörper-Verletzung aus. Grundsätzlich sollte ich an dieser Stelle nicht besorgt sein. Dass die Jets aber sowohl in Runde vier als auch in Runde fünf des NFL-Drafts einen Runningback pickten, stimmte mich ebenso wenig zuversichtlich, wie die unentschuldigte Absenz von Aaron Rodgers im Jets-Mini-Camp. Grundsätzlich führte das nicht zu einer schlechten Einschätzung von Hall. Die vorhergesagten etwa 1450 total Yards und zehn Touchdowns reichen dann aber im Juni-Ranking nur für Rang sieben. Im Verlaufe der Offseason könnte Hall in den Rankings weiter steigen, vorerst muss er sich aber mit diesem Platz genügen.

Über den/die Autor/in
Andri Töndury
Andri Töndury
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Andri gehört bei touchdown24.de zu den Beat Writern und schreibt hauptsächlich über die NFL

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