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Fantasy Football: Meine Top-Quarterbacks 2024 - Teil 2

Andris Nummer eins unter den Fantasy-Quarterbacks: Patrick Mahomes - Foto: IMAGO / USA TODAY Network

Mitte Juni: Die OTAs sind abgeschlossen, die Mandatory-Minicamps im vollen Gange. Während die Fußball-EM ansteht und viele eine kurze Pause im Fantasy Football einlegen, habe ich mich an die Predictions der NFL-Saison 2024 gemacht. Team für Team, Spieler für Spieler habe ich anhand der Vergangenheit, Statistiken, Trends und unter Berücksichtigung von Coaching-Wechseln und damit verbundenen Tendenzen 380 Spieler und ihre statistischen Werte für 2024 ermittelt. Es folgt die Vorhersage der Top-12-Quarterbacks 2024 - Platz eins bis sechs.

---von Andri Töndury---

Kleiner Einschub vor dem eigentlichen Ranking: Die Vorhersage ist natürlich nicht perfekt. Könnte ich in die Zukunft schauen, würde ich wahrscheinlich noch an ganz anderen Orten als bei den Fantasy BroCasters und im TOUCHDOWN24-Magazin auftauchen. Nichtsdestotrotz steckt viel Arbeit hinter der Vorhersage. Diese wird sich im Verlaufe der Offseason bis Anfang September weiter verändern, sollten Verletzungen, Sperren oder ähnliches Einfluss auf den Depth Chart der 32 NFL-Teams nehmen.

Achtung: Zu den Plätzen 7 bis 12 geht es hier.

Platz 6: Dak Prescott, Dallas Cowboys

Wie Tua Tagovailoa war auch Dak Prescott lange im MVP-Rennen mit dabei. Er beendete die Saison 2023 mit 4500 Yards, 36 Touchdowns und nur neun Interceptions. Für die neue Saison wurden keine großen Änderungen am Kader der Cowboys vorgenommen. Seine Verbindung mit Star-Wide-Receiver CeeDee Lamb wird weiterhin einen Großteil der Pass-Offensive der Cowboys ausmachen. Auch wenn ich gerne an den Cowboys zweifle, haben die Statistiken am Ende dazu geführt, dass Prescott als QB6 in meinen Rankings gelandet ist. Nach 2023 muss ich sagen: zu Recht. Ein weiterer Punkt: Der Vertrag von Prescott wurde bis dato nicht verlängert. Nach der Saison wäre er Free Agent. Wie in der NFL so schön gesagt wird: «Contract year is undefeated.»

Platz 5: Kyler Murray, Arizona Cardinals

Kyler Murray und seine Leistungen in der NFL sind sehr umstritten. Fakt ist: Quarterbacks, die gerne selbst laufen und Yards mit ihren Füßen erzielen können, haben für Fantasy Football sowohl eine sehr solide Baseline als auch eine große Upside. Murray erzielt im Schnitt pro Jahr 640 Rushing Yards und 6.8 Rushing Touchdowns. Im Vergleich: Bei normalem Fantasy-Scoring muss ein Quarterback dafür 1600 Passing Yards und 10.2 Passing Touchdowns erzielen, um gleich viele Punkte zu bekommen. Zudem wird Murray dieses Jahr mit einer eher schwächeren Defense spielen, womit mehr offensive Leistung erwartet werden kann. Last but not least: Mit Marvin Harrison Jr. haben die Cardinals das beste Wide-Receiver-Prospect seit Ja’Marr Chase (oder gar seit Megatron?) gedrafted. In den letzten Jahren profitierten Quarterbacks enorm von Top-Receivern, die neu zum Team gestoßen sind: Josh Allen mit Stefon Diggs, Tua Tagovailoa mit Tyreek Hill und Jalen Hurts mit A.J. Brown als Beispiele.

Platz 4: Lamar Jackson, Baltimore Ravens

2023 wurde Lamar Jackson zum zweiten Mal MVP der NFL. Er ist der Inbegriff eines Dual-Threat-Quarterbacks, warf für 3700 Yards und 24 Touchdowns und lief für 821 Yards und fünf Touchdowns. Die Ausführungen zu Kyler Murray treffen hier ebenfalls in einem großen Punkt zu. Es ist nicht zu erwarten, dass die Ravens-Defensive schwach sein wird, aber offensiv hat Baltimore mit Jackson und seinen Anspielstationen im Passspiel viel zu bieten. Tight End Mark Andrews, Lieblingsanspielstation von Jackson, wird nach seiner Verletzung zurückkehren und in der Free Agency haben sich die Ravens im Backfield mit dem König verstärkt. "King Henry" kommt in eine der besten Rushing-Offensiven der Liga, was Jackson einerseits noch mehr Lücken im Passspiel bieten sollte und andererseits für sehr gefährliche Read-Option-Plays sorgen wird.

Platz 3: Josh Allen, Buffalo Bills

Josh Allen als Quarterback drei in den Rankings zu haben, wird einige Leute vor den Kopf stossen. QB1 2023, QB2 2022, QB1 2021, QB1 2020. Josh Allen hat in den letzten vier Jahren sowohl aus NFL- als auch aus Fantasy-Sicht immer abgeliefert. Dass er in meinen ersten Rankings auf Platz drei liegt, soll weder ein Hottake sein, noch Kontroversen verursachen. In den ersten Vorhersagen liegt er in meinen Statistiken 0.8 Fantasypunkte hinter Platz 2. Das kann sich bis zu Saisonbeginn ändern, aber die Umstände für Allen wurden etwas schlechter, wobei ich bei Platz 2 eine Bounce-Back-Saison erwarte. Josh Allen wird die neue Saison ohne Gabe Davis und Stefon Diggs in Angriff nehmen. Seine Nummer-eins-Anspielstation wird wohl Tight End Dalton Kincaid sein – oder Rookie-Receiver Keon Coleman. Coleman war ein umstrittenes Prospect, der viele Contested-Catches gewann, aber wenig Separation kreieren konnte. Aber auch Allen hat eine unglaublich tolle Baseline mit seinen Läufen und seinen erlaufenen Touchdowns.

Platz 2: Jalen Hurts, Philadelphia Eagles

Jalen Hurts war 2023 QB2, 2022 in nur 15 Spielen QB3 und 2021 in ebenfalls 15 Spielen QB9. Auch er ist ein Dual-Threat-Quarterback, der in den letzten drei Jahren jeweils 15, 13 und 10 Rushing Touchdowns erzielte und nie für weniger als 600 Yards gelaufen ist. Das Passspiel wurde in der zweiten Saisonhälfte zu einer Problemzone der Eagles. Während in der ersten Saisonhälfte viele Bälle von Hurts ihr Ziel fanden (AJ Brown war in dieser Spanne extrem dominant), warf er in der zweiten Saisonhälfte weniger Touchdowns, hatte eine merklich tiefere Average "depth of target" und er brachte nur noch 62 Prozent seiner Pässe an den Mann (68.4 Prozent in den Wochen 1-8). Ich glaube, dass die Eagles-Offense wieder einen Schritt in die richtige Richtung macht und Hurts wieder ganz vorne in der QB1-3 Range anzutreffen sein wird.

Platz 1: Patrick Mahomes, Kansas City Chiefs

In der Podcast-Episode 317 des Football BroCaster-Podcasts hatten wir schon über unsere "Way too early"-QB-Rankings berichtet und uns ausgiebig über Mahomes unterhalten. Mahomes hat sich aus Sicht der NFL enorm weiterentwickelt. 2023 war statistisch gesehen eine seiner schwächsten Saisons in der NFL – und gleichzeitig wurde er Super-Bowl-Sieger und machte aus einer schwierigen Situation mit wenig Unterstützung das Beste. Wo führt die Reise der Chiefs-Offense nun hin? 2023 wurden nur 39 Touchdowns der Offense erzielt. Die Jahre zuvor (61, 57 und 57 Touchdowns) waren es deutlich mehr. Die Chiefs ließen viele Bälle fallen. Ganze 44 Drops hatten Mahomes` Empfänger zu verzeichnen. Für die neue Saison soll sich alles ändern. Mit Marquise Brown, Xacier Worthy, Mecole Hardman und Isiah Pacheco hat Mahomes eine seiner schnellsten Offensiv-Gruppen seiner Karriere, während ein fitter Travis Kelce und Rashee Rice die Mitte des Feldes für sich nutzen werden. Der Deep Ball soll in die Offensive der Chiefs zurückkehren und es würde mich überraschen, wenn das aus Sicht von Head Coach Andy Reid und Mahomes nicht funktionieren wird. In meiner ersten Vorhersage führt Mahomes die NFL 2024 in Passing Yards sowie in Passing Touchdowns an und wird sich den Titel als Fantasy QB1 zurückerobern.

Über den/die Autor/in
Andri Töndury
Andri Töndury
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Andri gehört bei touchdown24.de zu den Beat Writern und schreibt hauptsächlich über die NFL

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