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NFL - National Football League

Carolina Panthers haben Plan für First Overall Draft Pick

Mit dem First Overall Draft Pick im NFL Draft 2023 wählen die Carolina Panthers... Credit: Imago Images / USA Today / Kirby Lee

Es gibt Trades im NFL Draft, mit denen niemand rechnet. Dass die Chicago Bears ihren First Overall verkaufen, war hingegen keine große Überraschung. Das Unerwartete lag eher darin, welche Franchise den Deal mit der schwächsten Mannschaft der letzten Saison macht. Am letzten Freitag machten die Carolina Panthers dann den Tausch mit den Bears fix und sind nun offiziell an erster Stelle dran. Sie haben sicher einen Plan, was sie damit anstellen wollen. 

Damit ist eine der spannendsten Fragen bereits weit vor dem Draft beantwortet, nachdem Wide Receiver D.J. Moore, sowie zwei Firstrounder (2023, 2024) und zwei Secondrounder (2023, 2025) in Chicago gelandet sind. Die nächste ist nun, wen die Panthers mit dem First Overall Draft Pick holen. 

With the first pick…

Mit dem ersten Pick im NFL Draft besitzen die Carolina Panthers nun das Erstwahlrecht für jeden beliebigen Spieler, den sie Ende April in Kansas City auswählen möchten. Eines ist dabei sicher. Solche massiven Upgrades wurden in der Vergangenheit immer für Quarterbacks gemacht. Die Panthers werden Will Anderson oder Jalen Carter, der ohnehin gerade andere Sorgen hat, nicht für den First Overall im Sinn haben. 

Viele möchten nun argumentieren, dass ein Quarterback mit einem Uptrade nur geholt werden sollte, wenn er ein gewisses Upside, also Entwicklungsspielraum für die NFL mitbringt. Zuallererst fällt da den meisten Anthony Richardson ein, der wahrlich ein enorm starkes athletisches Profil aufweist. 

Vor zwei Jahren habe ich in der Debatte um Mac Jones und Trey Lance an dritter Stelle im Draft für die San Francisco 49ers genauso argumentiert und am Ende mit meiner Prognose Recht behalten. Jones bot mir tatsächlich zu wenig Upside, was sich mittlerweile in der NFL auch bestätigt. Er ist ein solider Quarterback. 

Wenn ich jedoch über Upside und Entwicklungsspielraum schwadroniere, meine ich damit nicht ausschließlich das athletische Profil, welches einen Uptrade legitimiert. So können Spieler auch in den Bereichen Spielerkennung, Spielverarbeitung oder in ihren Passmechaniken noch enorme Sprünge in ihrer Entwicklung machen, wenn sie sich darin verbessern. 

Eine solche Upside bringen alle vier Quarterbacks in unterschiedlichen Bereichen mit, die aktuell für den First Overall Draft Pick gehandelt werden. Bryce Young kann sich im Lesen von Defenses vor dem Snap noch verbessern. C.J. Stroud sollte seinen Prozessor aufwerten, um nach dem Snap schneller auf Veränderungen zu reagieren, damit er bessere Entscheidungen treffen kann. Will Levis darf an der Beinarbeit innerhalb der Pocket arbeiten, um stets wurfbereit zu bleiben und konstanter zu spielen. 

Plan ist entscheidend

Richardson müsste in allen Bereichen noch stärker werden und gilt aktuell als ein athletischer roher Passer, der sich noch zu einem Quarterback entwickeln muss. Für ihn gilt, wie für alle anderen Rookie Quarterbacks, dass du einen klaren Plan für die nächsten Jahre in der Tasche haben solltest, um das Maximum aus dem jeweiligen Talent herauszuholen. 

Und wenn ich mir außerhalb des Trades alle weiteren Schritte der Panthers in dieser Offseason ansehe, deuten alle Aktionen auf einen ganz bestimmten Quarterback hin. Denn die Panthers haben sich längst entschieden. 

Frank Reich wurde früh als neuer Head Coach verpflichtet. Thomas Brown übernimmt als Offensive Coordinator die Geschicke des gesamten Angriffs, Parks Frazier legt den Fokus auf den Passangriff und Josh McCown das Quarterback-Coaching. Als Senior Assistant berät außerdem Jim Caldwell das neu zusammengestellte Staff.

Neues Coaching Staff

Während Reich als Head Coach über alles wacht, wird Thomas Brown vor allem die gesamte Offense und das Laufspiel in den Fokus seiner Arbeit nehmen. Für den Passangriff und damit für den neuen Quarterback sind Frazier, McCown und Caldwell zuständig. 

Caldwell war in den frühen 2000ern hauptverantwortlich für die Entwicklung von Peyton Manning. Der Hall-of-Famer warf in seiner ersten NFL Saison noch mehr Interceptions als Touchdowns. Sein Manko damals war, dass er nur dann gut aussah, wenn die Defense ihm gab, was er sich vor dem Snap ausmalte. Kreativität oder gar athletische Runs waren nie im Repertoire von Manning. 

Bei McCown, der seine erste Stelle als NFL Assistenztrainer einnimmt, bestand sein Spiel als ehemaliger NFL Quarterback vor allem aus sicherem Pocket Passing mit gutem Rhythmus und Timing. Auch sein Manko war die Entscheidungsfindung nach dem Snap.

Frazier arbeitete in der Vergangenheit, genauso wie Caldwell zuvor, mit Matthew Stafford. Scouting Reports zum Veteran vor dem Draft 2009 lesen sich wie folgt: “Mechanisch in seiner Spielverarbeitung, In jedem Spiel gibt es 3-4 ‘Oh Nein Momente’.”

“Ich denke, er ist besser als Matt Ryan. Sehr scharfer Verstand. Physisch bringt er viel Geschwindigkeit in seine Würfe. Schneller Release, gute Antizipation.” Stafford warf in seiner ersten NFL Saison übrigens mehr Interceptions als Touchdowns. 

Die Carolina Panthers wählen

Ihr merkt langsam, worauf ich hinaus will. Die Carolina Panthers haben ein Coaching Staff zusammengestellt, das über ihre gesamte Karriere mit klassischen Pocket Passern gearbeitet hat, die sich alle in Sachen Entscheidungsfindung und Spielverarbeitung über die ersten Jahre verbessern mussten. 

Damit dürfte klar sein, welchen der vier Quarterbacks sie in Carolina ins Auge gefasst haben. C.J. Stroud von der Ohio State bietet exakt das Profil, welches Reich, Caldwell, Frazier und McCown bevorzugen. 

McCown war übrigens vor seiner Verpflichtung noch für die Medien tätig. Gemeinsam mit Josh Norris besprach er vor zwei Monaten die Quarterback-Klasse. Wer ihm in der Youtube-Folge lauscht und hört, wie er Vergleiche zwischen Stroud und Joe Burrow anstellt, wird zu dem Schluss kommen, dass McCown ihn auswählen würde. 

Nun darf McCown als QB-Coach natürlich nicht entscheiden, wen die Panthers draften. Doch die Vita aller anderen im Staff deutet klar daraufhin, dass auch sie einen klassischen Pocket Passer mit Upside als Playmaker bevorzugen.

Stroud ist bei weitem nicht so langweilig, wie ich es vor einigen Monaten selbst noch über ihn gesagt habe. Vor allem das letzte Spiel gegen Georgia hat deutlich gezeigt, dass der sichere Spielmacher das Heft in einer schweren Begegnung selbst in die Hand nehmen kann. C.J. Stroud wird an erster Stelle im NFL Draft 2023 von den Carolina Panthers gewählt. Da haben sich die Panthers festgelegt. 


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