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NFL Draft: Wer passt zu welchem Team?

Chris Olave und Garett Wilson waren bisher Teamkollegen. Wohin wird sie ihr Weg nun führen? Chris Olave und Garett Wilson waren bisher Teamkollegen. Wohin wird sie ihr Weg nun führen? Imago Images / ZUMA Wire / Scott Stuart
Es ist kaum zu glauben, lauschen wir den Worten mancher Draftexperten, aber NFL Teams haben nicht die selben Position Rankings und Big Boards wie die Medien und erst Recht nicht alle dieselbe Bewertung von Draft Prospects. Vielmehr gewichtet jedes Team unterschiedlich, wie gut ein Talent zu ihnen passt. Während Scouts, Coaches und General Manager nun die Gelegenheit hatten, die einzelnen Spieler über Senior Bowl, NFL Combine und Pro Days persönlich kennenzulernen, wird das Bild immer schärfer, weshalb erst jetzt die eigenen Rankings und Boards erstellt werden.



Viel Geld wurde in der Free Agency ausgegeben um Löcher im Team zu stopfen oder sich signifikant zu verstärken. Dennoch bleiben die meisten Mannschaften mit klaren Needs zurück. Was passiert also bei den Giants und Jets aus New York City, wer interessiert sich besonders für Wide Receiver Chris Olave und wo landet Quarterback Malik Willis eigentlich, wenn der erste Abend des Drafts gelaufen ist?

Zu welchem Team passt Chris Olave?

Die New Orleans Saints könnten immer noch in Runde Eins ihren zukünftigen Quarterback draften. Doch deuten die Anbiederungen an Deshaun Watson und das spätere Signing von Jameis Winston darauf hin, dass die Saints sich in keinen Spielmacher des kommenden Drafts besonders verschossen haben.

Zu Beginn der zweiten Hälfte der ersten Runde gilt es daher, das Fundament für einen Rookie Quarterback zu schaffen, der in späteren Runden oder erst in 2023 ausgewählt wird. Nachdem die Causa Michael Thomas leider immer noch nicht abschließend geklärt ist und jedes Team auch mehrere gute Wide Receiver gebrauchen kann, kommt hier Chris Olave in den Sinn. 

Der schnelle Playmaker von der Ohio State galt zeitweise sogar als bester Passempfänger dieser Draftklasse und dürfte mit seinen Fähigkeiten im Route Running und als vertikales Ziel sofort die nötige Unterstützung für den Quarterback ins Feld führen.

Ob dieser Support dann Jameis Winston oder vielleicht Matt Corral von der Ole Miss gilt, bleibt jedoch abzuwarten und wäre ein Gedankenspiel für die Saints wert, falls der Quarterback aus dem Süden ab der zweiten Runde noch zu haben ist.

Giants und Jets im NFL Draft

Zuerst picken die New York Jets im NFL Draft und dann direkt danach die Giants zum ersten Mal. Ikem Ekwonu ist der vielseitige Offensive Tackle, der beiden Teams voraussichtlich an dieser Stelle in den Sinn kommen wird und weit oben an der Spitze auf ihrem jeweiligen Big Board stehen wird. Ekwonu kann Guard und Tackle spielen, womit der sehr kräftige Offensive Lineman für die Jets das letzte fehlende Puzzleteil einer überragend aufgebauten Line sein könnte.

Lassen sie ihn liegen und gehen auf eine andere Position, werden die New York Giants zuschlagen, womit “Ickey” bereits einen Mietvertrag für eine Wohnung in Manhattan unterschreiben kann. Nur muss er noch warten, in welcher Farbe er die Couch bestellt. Denn für beide New Yorker Teams wäre Ekwonu ein massives Upgrade. 

Quarterback Malik Willis

Die Pittsburgh Steelers haben in der Free Agency Mitch Trubisky mit einem gut dotierten Backup-Vertrag ausgestattet. Nicht mehr, aber auch nicht weniger, weshalb die Steelers definitiv weiterhin auf der Suche nach einer Verstärkung sind.

Da Mike Tomlin nicht müde wird, zu betonen, wie wichtig in der heutigen NFL Athletik ist und die Fähigkeit Plays “mit den Beinen” zu verlängern, liegt ihr Favorit klar auf der Hand. Die Frage ist nur, ob Malik Willis an 20. Stelle noch zu haben sein wird oder ob der Quarterback von den Liberty Flames genug gezeigt hat, um einen Uptrade zu rechtfertigen?

Denn vor allem die Atlanta Falcons dürften nicht weniger an Willis interessiert sein. Zwar wollte der Owner gern Deshaun Watson verpflichten, doch sind GM Terry Fontenot und Head Coach Arthur Smith emsig auf der Suche nach einer Verstärkung über den Draft. 

Nachdem sie nun Marcus Mariota verpflichtet haben, für den dasselbe gilt, wie für Trubisky und die Pittsburgh Steelers, scheint der Weg frei, um Malik Willis an Position Acht zu draften. Wie es auch kommt, beide Franchises sind an seinem athletischen Upside interessiert und haben mit guten Backups eine Lösung gefunden, den jungen Spielmacher erst einmal auf der Bank sitzen zu lassen, ehe er sich allmählich an das Tempo und die Anforderungen in der NFL gewöhnt.

Philipp Forstner

DraftNerdPhilipp Forstner, alias Draft Nerd, ist ehemaliger O-Liner und sammelte erste Erfahrungen als Autor bei "Beardown Germany". Er schreibt über den NFL Draft und College Football für TOUCHDOWN24 und beobachtet als Scout die zukünftigen und aktuellen Spieler der NFL.
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