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32 Teams, 32 Fehler im NFL Draft 2022

JaMarcus Russell an erster Stelle auszuwählen, geht in die Historie zum NFL Draft als einer der größten Fehler ein JaMarcus Russell an erster Stelle auszuwählen, geht in die Historie zum NFL Draft als einer der größten Fehler ein Imago Images / UPI Photo
Jedes Jahr erleben  wir im NFL Draft Momente, bei denen wir nur den Kopf schütteln können. Klar, auf Potential setzen und es am Ende nicht aufgehen sehen, ist die eine Sache. Aber wie konnte es zum Beispiel sein, dass die Cincinnati Bengals ganze drei Offensive Linemen in 2021 auswählten und diese in ihrer ersten Saison lediglich auf insgesamt zehn Starts kommen? Hier sind alle 32 Teams und 32 Fehler, die sie im Draft 2022 besser nicht machen sollen. Quasi, ein Mock Draft auf den Kopf gestellt.



Während alle Teams versuchen, sich über den NFL Draft zu verjüngen, gibt es einige Klippen zu umschiffen. Gleichzeitig bietet die Auswahl junger Talente Chancen.

NFL Draft: 32 Fehler von Chicago bis Los Angeles


Chicago Bears

Secondary auf der Suche nach Wide Receivern vernachlässigen

Selbstverständlich sollten die Bears alles in ihrer Macht stehende tun, um Justin Fields den Einstieg in sein zweites Jahr zu erleichtern. Dazu gehören Wide Receiver und Investitionen in die Offensive Line. Doch sollte der neue General Manager Ryan Poles tunlichst vermeiden, dabei die Defense und vor allem die Secondary zu vernachlässigen. Cornerback Jaylon Johnson und Safety Eddie Jackson benötigen dringend Support.

Cincinnati Bengals

Erneut in der ersten Runde die Offensive Line ignorieren

Die Bengals waren in der Free Agency nicht untätig und verpflichteten Alex Cappa, La’el Collins und Ted Karras. Gerade Interior fehlen aber immer noch Langzeitlösungen. Wir haben es spätestens im Super Bowl erlebt. Joe Burrow hat eine bessere Offensive Line verdient und sollte sie in einem Playmaker in Runde 1 auch bekommen. 


Buffalo Bills

Tre’Davious White erhält keine Unterstützung

Zweifellos ist Tre’Davious White einer der besten Cornerbacks in der NFL. Doch die Konkurrenz in der AFC East rüstet auf- Die Dolphins spielen nun mit Jaylen Waddle und Tyreek Hill und auch die Patriots und Jets werden nicht müde, nach Verstärkungen im Receiving Corps zu suchen. Deshalb benötigen die Bills dringend Unterstützung in der Secondary. 


Denver Broncos

Right Tackle vernachlässigen

Neuzugang Russell Wilson freut sich über Courtland Sutton, Jerry Jeudy , Tim Patrick und Javonte Williams als wichtigste Anspielstationen im Receiving Game. Was fehlt, ist, nach dem Abgang von Bobby Massie und Cameron Fleming, ein qualifizierter Starter auf Right Tackle. Hier sollte am zweiten Tag schnellstmöglich eine Verstärkung gesucht werden.  


Cleveland Browns

Nur einen Wide Receiver draften

Die Browns vollziehen den Wechsel von erstklassigem Receiving Corps und durchschnittlichem Quarterback-Play in exakt die andere Richtung. Doch auch Deshaun Watson benötigt Anspielstationen über Donovan Peoples-Jones und Anthony Schwartz hinaus. Dieses offensichtliche Need sollte mit mehreren Draft Picks bedient werden. 


Tampa Bay Buccaneers

Keinen Quarterback für die Zukunft draften

Tom Brady kehrt nochmal zurück. Doch seine Tage in der NFL sind definitiv gezählt. Dabei ist das Team auch ohne ihn gespickt mit massig Talent. Kyle Trask wurde im letzten Jahr in Runde 2 geholt, bietet aber wenig Upside. Deshalb sollte an Tag 3 Aqeel Glass geholt werden. Vielleicht fällt aber auch Carson Strong aufgrund seiner Knieverletzung bis in Runde 4/5. Dann ist er ebenfalls eine Überlegung wert. 


Arizona Cardinals

Offensive Line nicht verjüngen

Lediglich zwei Starter in der Offensive Line sind unter 31 Jahre alt. Wenn die Cardinals an diesem Umstand nichts ändern, wird ihnen das in naher Zukunft auf die Füße fallen. Will Hernandez ist in der Free Agency ein guter Anfang gewesen. Jetzt gilt es Interior und auf Right Tackle weiter aufzurüsten und vermeintliche Spieler zur Entwicklung zu draften. 


Los Angeles Chargers

Nicht Chris Olave draften

Bisher haben die Chargers in der Offseason alles richtig gemacht. Mit Justin Herbert auf Quarterback enthält das Team nur noch wenige Lücken, die über den Draft sicher geschlossen werden können. Neben der Offensive Line verträgt das Team eine Verstärkung im Receiving Corps. Wenn Chris Olave an 17. Stelle noch da ist, wäre er die ideale Ergänzung für einen möglichen Super Bowl Run. 


NFL Draft: 32 Fehler von Kansas City bis San Francisco


Kansas City Chiefs

Keinen Uptrade für einen Wide Receiver in Erwägung ziehen

Die Zeiten des kongenialen Trios aus Tyreek Hill, Travis Kelce und Pat Mahomes gehört in Kansas City der Vergangenheit an. Hill spielt jetzt für Miami. Stattdessen ergänzen JuJu Smith-Schuster und Marques Valdez-Scantling den Angriff. Um eine klare Nummer Eins sollten sich die Chiefs dennoch bemühen und dabei nicht warten, bis das Board zu ihren Gunsten fällt. Für Jameson Williams oder Garrett Wilson müssen sie wahrscheinlich in die Top 20 vortraden und sollten dies nicht ausschließen. 


Indianapolis Colts

Nach Matt Ryan nicht mehr in die Offense investieren

Carson Wentz ist weg und Matt Ryan wurde verpflichtet. Damit sind aber längst nicht alle Fragen in der Offense beantwortet. Es braucht einen Left Tackle und einen Right Guard und allen voran benötigt Michael Pittman Jr. Unterstützung im Receiving Corps. Diese Baustellen müssen dringend adressiert werden. 


Washington Commanders

Kein junger Quarterback im Draft

Okay, die Commanders waren so töricht und investierten in der Offseason mehrere Tag 2 Draftpicks in Carson Wentz. Das hindert sie immerhin daran, einen weiteren wahnwitzigen Trade für einen Quarterback im Draft auszupacken, sollte sie jedoch keineswegs davon abhalten, eine weitere Ergänzung zu erhalten. Wentz ist nicht die Antwort, kann einem jungen Rookie aber die nötige Zeit zur Entwicklung gewähren, ehe dieser startet. Spätestens in Runde 2 sollte Washington einen Spielmacher auswählen. 


Dallas Cowboys

Wide Receiver vor der  Offensive Line priorisieren

Die Cowboys haben in der Offseason Amari Cooper und Cedrick Wilson verloren und sind sicher daran interessiert, die Positionsgruppe aus CeeDee Lamb und Michael Gallup weiter zu verstärken. Dabei sollten sie doch keinesfalls die Offensive Line außer Acht lassen. Ein Upgrade hier hat eine höhere Priorität, zumal auch in späteren Runden noch ein WR 3/4 gefunden werden kann. 


Miami Dolphins

Nicht Kenneth Walker draften

Miami hat bisher alles in der Offseason unternommen, um Quarterback Tua Tagovailoa die nötige Unterstützung für seinen ersehnten Durchbruch zu liefern. Sollte Kenneth Walker III in der dritten Runde noch da sein, bildet er das letzte Puzzleteil unter den Skill Positionen im Dolphins-Angriff. Ansonsten wäre C.J. Verdell eine gute Lateround-Ergänzung. 


Philadelphia Eagles

Nicht Tyler Linderbaum draften

Offensive Center Jason Kelce steht kurz vor seinem Karriereende und ein Nachfolger ist nicht in Sicht. Tyler Linderbaum ist zweifellos der beste Center in dieser Draftklasse und sollte er noch erhältlich sein, wenn die Eagles an der Reihe sind, sollten sie ihn unverzüglich auswählen. Denn er passt dazu auch noch perfekt in das Offensive Angriffsschema. 


Atlanta Falcons

Für einen Quarterback reachen

Matt Ryan ist weg und Marcus Mariota sicherlich nicht die langfristige Antwort auf der Quarterback-Position. Aber die Falcons haben weit mehr Lücken im Kader als auf der Spielmacher-Position und sollten Best Player Available gehen, statt es mit einem Projekt wie Malik Willis zu versuchen. Zumal sie dafür wahrscheinlich vortraden müssten und weitere Picks verlören. 


San Francisco 49ers

Keinen schnellen Receiver draften

Die Offense der 49ers lebt von dominantem Laufspiel und Spielern, wie George Kittle, Deebo Samuel und Brandon Aiyuk im Passangriff. Was es der Offense rund um einen mobilen jungen Quarterback noch leichter machen würde, zu punkten, ist ein schneller Receiver, der das Feld in die Länge ziehen kann. Calvin Austin wäre ein Spieler, den sich San Francisco näher ansehen sollte.

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NFL Draft: 32 Fehler von New York bis Las Vegas


New York Giants

Nicht beide frühen Draftpicks in die Offensive Line investieren

Die Giants müssen selbstkritisch hinterfragen, ob sie alles dafür getan haben, um ihren Quarterback Daniel Jones bestmöglich zu entwickeln. Vor allem Fehler im Aufbau der Offensive Line sollten nun zügig angegangen werden, weshalb beide Erstrundenpicks in die Line investiert werden sollten. Evan Neal, Ikem Ekwonun und Charles Cross sind neben der Interior geeignete frühe Targets im Draft. 


Jacksonville Jaguars

Keinen X-Receiver an Tag Zwei draften

Cam Robinson bleibt und Christian Kirk wurde dem Receiving Corps hinzugefügt. Deshalb wird man in Runde 1 seinen First Overall Pick wohl in die Defense und den Pass Rush investieren. Doch Kirk ist ein Slot Receiver. Was der Offense um Quarterback Trevor Lawrence fehlt, ist ein großes Target. George Pickens, Alec Pierce oder Christan Watson sind hier sinnvolle Neuzugänge am zweiten Tag. 


New York Jets

Keinen Wide Receiver in Runde 1 draften

Die Jets haben Needs auf Cornerback, Defensive Tackle, Edge, Linebacker, Safety und Offensive Tackle. Doch Zach Wilson braucht einen wahren X-Receiver. Nachdem per Trade, trotz vehementer Bemühungen, keiner der Stars gelandet werden konnte, muss es nun im Draft gelingen. Drake London sollte deshalb weit oben auf den Boards stehen. 


Detroit Lions

Nicht Malik Willis draften

In Detroit haben sie in einem Jahr wichtige erste Schritte im notwendigen Umbau des Kaders bereits getätigt. Nach einem soliden Auftakt warten nun viele der jungen Talente auf den nächsten Entwicklungsschritt. Die Wahrscheinlichkeit, im nächsten Jahr erneut so früh zu draften, ist trotz Jared Goff auf Quarterback, eher gering. Malik Willis sollte nun im Draft ausgewählt werden. Er kann sich entspannt hinter dem Veteran entwickeln. Wenn alles zusammenkommt, ist er bereit, wenn der Rest des Teams ebenfalls auf kompetitiven Level angelangt ist. 


Green Bay Packers

Jordan Love ist nach dem Draft noch auf dem Roster

Aaron Rodgers wurde noch einmal mit einem hochdotierten Vertrag über drei Jahre ausgestattet. Quarterback Jordan Love hat damit keine Zukunft mehr in Green Bay. Er hat eine faire Chance bei einem neuen Team verdient und sollte, sobald die ersten Quarterbacks im Draft gezogen wurden, ein interessanter Kandidat für die Teams sein, die leer ausgegangen sind. Man darf dabei nicht vergessen, dass Love jünger als Kenny Pickett ist. 


Carolina Panthers

Malik Willis draften

Malik Willis ist ein Projekt und benötigt Zeit zur Entwicklung und das richtige Umfeld. Die Panthers haben momentan beides nicht. Sie konnten Sam Darnold nicht verbessern und sehen sich genötigt, einen Rookie Quarterback früh in seiner Karriere starten lassen zu müssen. Für Malik Willis wäre das ein sehr schlechter Landing Spot. 


New England Patriots

Keinen Scheme Fit auf Wide Receiver finden

Seitdem Devante Parker für geringes Draftkapital ertradet wurde, finden sich praktisch keine Mock Drafts mehr, in denen die New England Patriots in Runde 1 einen Wide Receiver wählen. Bei der geringen Trefferquote von Bill Belichick auf der Position in den vergangenen Jahren ist das vielleicht auch gar nicht schlecht. Dennoch sollten die Patriots nicht glauben, Parker wäre nun die Lösung für ihre Probleme im Passangriff. 


Las Vegas Raiders

Edge Position verjüngen, aber dabei wieder reachen

Maxx Crosby und Neuzugang Chandler Jones sollen den Pass Rush auf ein höheres Level heben. Dahinter fehlt jedoch eine echte Nummer Drei mit hohem Entwicklungspotential. Wenn die Raiders dies ab dem zweiten Tag angehen und dabei nicht für ein rohes Prospect reachen, sondern lang genug ausharren, bis Arnold Ebiketie oder Myjai Sanders ihnen in die Arme fallen, machen sie vieles richtig, was sie in der Vergangenheit falsch gemacht haben. 


NFL Draft: 32 Fehler von Los Angeles bis Minnesota


Los Angeles Rams

Keinen Fokus auf Offball-Linebacker legen

Der Super Bowl Champion findet im Kader nur wenige Lücken. Das ist auch gut so, denn erneut sind die Rams erst ganz am Ende der dritten Runde mit ihrem ersten Draftpick an der Reihe. Dieser sollte in einen Offball-Linebacker investiert werden. Ernest Jones und Terrell Lewis sind keine vernünftigen Starter. Bobby Wagner und Leonard Floyd haben bessere Ergänzungen im Linebacker Corps verdient.  


Baltimore Ravens

Spät auf Cornerback setzen

Nächste Saison muss die Secondary gegen Joe Burrow und Deshaun Watson halten. Marcus Peters kehrt von einem Kreuzbandriss zurück ins Team. Aufgrund weiterer Rückkehrer gehen die Ravens äußerst ambitioniert in die Saison. Aus all den genannten Gründen sollte man in Baltimore nicht zu lange warten und einen echten Playmaker auf Cornerback auswählen. 


New Orleans Saints

Quarterback-Suche überstürzen

Jameis Winston ist keine Dauerlösung auf Quarterback für die Saints. Das ist aber kein Grund, um früh im Draft einen Spielmacher zu suchen. Denn die Offense ist noch nicht auf dem notwendigen Level, vor allem nicht auf Tackle und Wide Receiver, damit ein junger Rookie Signal-Caller sich einfinden kann. 


Seattle Seahawks

Keinen Runningback draften

Nur noch wenige Teams bauen ihren Angriff über das Laufspiel auf. Doch solange die Seahawks an dieser Philosophie festhalten, sollten sie auch in die Position des Runningbacks investieren. Rashaad Penny war ordentlich und Chris Carson kann das Spiel auf seinem Rücken tragen, wenn er denn einmal fit ist. Genau aus diesem Grund sollte Seattle am dritten Tag auf einen Runner mit viel Upside setzen. D’Vonte Price oder C.J. Verdell würden passen. 


Pittsburgh Steelers

Competition für Mitch Trubisky suchen und dabei uptraden

Die Steelers suchen einen neuen Franchise Quarterback nachdem Ben Roethlisberger seine Karriere beendete. Mitch Trubisky ist eine gute Lösung für den Übergang. Eine Ära soll jemand anderes prägen. Doch Geduld ist gefragt. Diese Klasse ist nicht sonderlich gut besetzt und bietet, abgesehen von Malik Willis mit großen Fragezeichen, vor allem kein neues Face of the Franchise. Wenn ein Quarterback an 20. Stelle gefällt, nehmen sie ihn natürlich. Ein kostspieliger Uptrade, gar in die Top Ten ist in diesem Jahr nicht gerechtfertigt. 


Houston Texans

Texans gehen nicht Best Player Available

In Houston haben sie entschieden, Davis Mills eine Chance als Starting Quarterback gegeben. Nun sollte er auch alle Möglichkeiten bekommen, diese zu nutzen. Aktuell weist der Kader jedoch sehr viele Lücken auf. Die Texans sollten deshalb nicht nach klaren Needs vorgehen, sondern vor allem an den ersten beiden Tagen stets den Best Player Available draften.


Tennessee Titans

Keinen Quarterback draften

Sogar mit Ryan Tannehill sind die Titans jedes Jahr ein Playoffteam. Aber auch nicht mehr. Deshalb braucht Tennessee dringend einen jungen Spielmacher. Aufgrund der vermeintlichen Schwäche dieser Positionsgruppe im Draft 2022, wird es eine Leichtigkeit, am Ende der ersten Runde noch eines der besseren Prospects abzugreifen. Warum sollen die Titans nicht ihr Glück mit Desmond Ridder oder Sam Howell versuchen?


Minnesota Vikings

Einen Defensive Playmaker verpassen

Der Regime-Wechsel bei den Vikings wurde nun eingeleitet. Nachdem die neue Führung sich dazu entschloss, den Weg mit Kirk Cousins weiterzugehen, wird man nicht umhinkommen, wieder in die Defense zu investieren. Trent McDuffie oder gar Derek Stingley Jr. Wären ein Must Have. Ansonsten kann auch in Edge Rusher früh im Draft investiert werden. 

Philipp Forstner

DraftNerdPhilipp Forstner, alias Draft Nerd, ist ehemaliger O-Liner und sammelte erste Erfahrungen als Autor bei "Beardown Germany". Er schreibt über den NFL Draft und College Football für TOUCHDOWN24 und beobachtet als Scout die zukünftigen und aktuellen Spieler der NFL.
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