Tyler Boyd ist neben Rückkehrer A.J. Green wohl Joe Burrows wichtigster Receiver. Tyler Boyd ist neben Rückkehrer A.J. Green wohl Joe Burrows wichtigster Receiver. Imago Images / Ian Johnson / Icon Sportswire

Cincinnati Bengals: Joe Burrow und seine riesenhafte Receiver-Riege

geschrieben/veröffentlicht von/durch  13.08.2020
Als Nummer Eins Pick kann man es als Quarterback in seiner ersten NFL-Saison ziemlich schwer haben. Schließlich wird man Teil eines Kaders, der es in der Vorsaison mit dem schlechtesten Rekord der Liga eben gerade einmal fertigbrachte, der Franchise den Top Pick zu sichern. Joe Burrow, der neue Hoffnungsträger der Cincinnati Bengals, wird sich in dieser Hinsicht wohl weniger Sorgen machen müssen.

Von der Qualität seines Receiving Corps können viele NFL-Quarterbacks nämlich nur träumen. Zur Verdeutlichung muss man sich einmal folgende Spielsituation vorstellen: Third Down und sieben Yards zu gehen, Burrow steht in der Shotgun und blickt auf eine Spread Formation seines Teams.

Nach dem Snap hat Burrow die Qual der Wahl. In der Slot wartet mit Tyler Boyd einer der vielseitigsten Route Runner der NFL, der in den vergangenen zwei Jahren trotz sich auf ihn fokussierenden Verteidigungen jeweils über 1000 Receiving Yards einsammelte. Mit 1,91 Meter Körpergröße überragt er zudem die meisten Slot-Corners um einige Zentimeter.

Die Cincinnati Bengals sammeln geradezu große Wide Receiver

Aufgrund ihrer Länge könnten auch Auden Tate (1,96 Meter) und Rookie Tee Higgins (1,93 Meter) auf den Außenbahnen schnell zu beliebten Zielen für Joe Burrow werden. Gerade Tate ist mit 105 Kilogramm physisch derart stark, dass Burrow ihm selbst in enger Manndeckung die Chance auf einen umkämpften Catch geben wird. Schlecht wären die Chancen sicherlich nicht.

Ähnliches erwarten sich Experten von Higgins, 2018 NCAA National Champion mit den Clemson Tigers. Er ist schnell, robust und vielseitig, nicht umsonst verbuchte er in den letzten zwei Jahren über 2000 Yards und 25 Touchdowns am College. Trotz limitierten Route Tree in Death Valley dürfte er bei den Profis schnell Fuß fassen und gibt Burrow damit einen jungen Top-Receiver, mit dem er gemeinsam lernen kann.

Superstar A.J. Green hofft auf Comeback nach schwerer Verletzung

Wenn es allerdings ernst wird, dürfte Joe Burrows erster Blick zunächst noch zu jemand etwas älterem gehen. Superstar A.J. Green (32 Jahre alt), der mit 1,94 Meter ebenfalls Gardemaß besitzt, ist nach überstandener Knöchelverletzung wieder zurück und hofft nach der komplett verpassten 2019er Saison auf ein fulminantes Comeback.

Trainer und Vertraute bescheinigten ihm eine herausragende Offseason und bei den ersten Trainingseinheiten war nichts mehr von seiner schweren Blessur der Vorsaison zu erkennen. Und dass ein siebenfacher Pro Bowler wie A.J. Green mit fast 9000 Receiving Yards in seiner Karriere allein schon durch seine Präsenz einen jungen Quarterback unterstützen kann, daran gibt es keinen Zweifel.

Joe Burrow sieht seine Receiver in der NFL-Elite

Joe Burrow jedenfalls freut sich riesig auf seine erste Saison, auch dank seiner talentierten Passfänger. "Wir haben so viele große, starke und physische Jungs, die alle Akzente setzen können, wenn ich ihnen den Ball serviere", sagt der 23-jährige Heisman Trophy Winner und National Champion mit LSU. "Ich denke, wir verfügen über eine der besten Receiver-Gruppen in der gesamten Liga."

Mit solchen Sätzen macht er sich natürlich noch beliebter bei den neuen Kollegen, bei denen er eh schon einen Stein im Brett hat. "Als ich ihn das erste Mal auf dem Feld sah, da war ich geradezu gefesselt von seiner Energie", sagt Tyler Boyd. "Er ist ein echter Football-Spieler und ein überragender Anführer, der es uns einfach machen wird, sich auf ihn einzustellen."

Auf dem Papier, wo man auch noch Namen wie den von Running Back Joe Mixon liest, stimmt eine ganze Menge in Cincinnati. Zwar stehen hinter der Offensive Line und hinter der Gesundheit einiger Receiver größere Fragezeichen, doch mit etwas Glück könnten die Bengals zu einer der Überraschungen der NFL-Saison werden.

Spätestens dann wären jegliche Sorgen Joe Burrows, die er im Moment vielleicht doch noch hat, dahin...

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