Philipp Forstner

Für die meisten Vertreter der Big12-Conference war es eine schockierende Nachricht. Die Texas Longhorns und die Oklahoma Sooners bemühen sich, wie die Houston Chronicle am Mittwoch berichtete, darum, der Southeastern Conference beizutreten und damit Mitglied in der stärksten Conference im College Football zu werden. Solche Wechselgerüchte kommen in der Offseason immer wieder auf, doch selbst wenn sich SEC Commissioner Greg Sankey dazu vorerst nicht äußern möchte und Texas A&M Athletic Direktor Ross Bjork schnell abwiegelte, ist die Schlagzeile mehr als ein Aufreger im Sommerloch. 
Alle 130 Colleges auf FBS Level sollten das Erreichen der College Playoffs als Saisonziel definieren. Doch nur wenige dürfen sich berechtigte Hoffnungen auf die Halbfinals zum Jahreswechsel machen und noch kleiner ist die Zahl der Teams, die seit der Einführung 2014 überhaupt vom exklusiven 13-köpfigen Komitee in die Top Vier gewählt wurden.
Es brauchte jahrelange Debatten, in die sich sogar der U.S. Supreme Court mit einer Empfehlung einschaltete und Gesetzesänderungen in mehreren Staaten, bis College Athleten endlich erlaubt wurde, ihre persönlichen Rechte am Namen und ihrem Bildnis selbst zu kommerziellen Zwecken zu nutzen. Damit ist der Weg frei für Werbetreibende oder Videospiele-Hersteller künftig die Stars der Colleges zu engagieren. Seit dem 01. Juli ist die neue NIL Regelung (Name, Image, Likeness) in Kraft und nach ein paar Tagen Beobachtung, schauen wir uns einmal die Auswirkungen an.
Der NFL Draft 2022 liefert auf der Position des Quarterbacks spannendes Potential. Neben Spencer Rattler von den Oklahoma Sooners findet sich auch manch ein Talent von kleineren Colleges. Zwei Monate vor der Saison geht der Blick deshalb nicht nur auf die einzelnen Prospects, sondern auch auf die Spiele, bei denen Scouts besonders hinschauen werden. Das Washington Football Team, die Denver Broncos oder gar die New York Giants könnten sich zu den Houston Texans und Detroit Lions gesellen und sich näher mit der nächsten Klasse beschäftigen.
Sommeranfang! Die Temperaturen klettern nach oben. Zumindest bot die warme Jahreszeit bereits einen Vorgeschmack. Uns steht eine aufregende College Football Saison bevor. Von der Southeastern Conference bis in den Norden kämpfen 124 Schulen in zehn Conferences auf dem FBS Level um die Conference Meisterschaften. Sechs unabhängige Colleges dürfen sich zumindest über volle Ränge und einen kompletten Schedule freuen.
Wo stehen die College Teams zwei Monate vor der Saison? Nur noch 86 Tage bis zum Start, da lohnt sich doch die Abfrage für ein gemeinsames College Football Ranking. Wie haben sich Abgänge in die NFL im Draft auf die Qualität der einzelnen Footballprogramme ausgewirkt oder haben sich manche sogar verstärkt? Die wunderbare Zeit der Offseason gibt uns Raum für wilde Spekulationen, die natürlich auf knallharten Fakten aller Mitglieder des German College Football Poll basiert.
Im letzten Jahr schaffte es erst der dritte “Nicht-Quarterback” in den letzten zwei Dekaden, die begehrte Heisman Trophy zu erhalten. Wide Receiver DeVonta Smith darf sich seitdem zum ehrwürdigen Kreis der College Footballer zählen, die zum wichtigsten Spieler des Jahres ausgezeichnet wurden. Vor der Saison hatten nur wenige den späteren Erstrundenpick im NFL Draft 2021 auf der Rechnung.
Der 2020er ACC Defensive Player of the Year ging erst in der zweiten Runde vom Board als die Cleveland Browns Jeremiah Owusu-Koramoah an 52. Stelle auswählten. Für NFL Draft Insider gilt er bereits jetzt als größter Steal am zweiten Tag. Nun findet sich der hybride Verteidiger sogar unter den Top Kandidaten zum Defensive Rookie of the Year vor Spielern, die in Runde Eins gedraftet wurden. Allen mit seinem Talent lässt sich das nicht erklären. Der Landing Spot hätte nicht besser sein können.
Alle Teams haben ihre endgültigen Big Boards erstellt und können nun den Moment ihrer ersten Auswahl kaum noch erwarten. In wenigen Stunden werden die Mysterien der vergangenen Monate enthüllt und wir Fans wissen endlich, wen unsere Mannschaft verpflichten wird. 
Der NFL Draft 2021 steht unmittelbar vor der Tür. Die Gerüchteküche brodelt siedend heiß und kocht förmlich über. Hier den Kopf nicht zu verlieren und die Wahrheit von bewussten Irreführungen zu unterscheiden, fällt allen jedes Jahr aufs Neue sehr schwer. Denn die General Manager der Teams wissen ganz genau, was sie vorhaben und wollen die Konkurrenz aufs Glatteis führen oder im eigenen Lager testen, an welchen Mitarbeiter sie vertrauenswürdige Informationen weiterleiten dürfen, indem sie diese bewusst mit Falschaussagen füttern.

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