Erschöpft, aber glücklich traten Headcoach Jörn Maier und die Spieler die circa sechsstündige Busfahrt von Solingen nach Elmshorn an. Im vierten Versuch im Duell beider Teams gelang den Pirates der erste Sieg gegen die Paladins.

Elmshorn setzte sich mit 45:24 (Quarter-Ergebnisse aus Pirates-Sicht: 14:0, 7:17, 10:7, 14:0) durch. „Es war das erwartet schwere Spiel. Die erste Halbzeit war sehr umkämpft. Aber am Ende haben wir dann doch souverän gewonnen und konnten auf beiden Seiten des Balls überzeugen“, sagte Maier, der auf gleich sechs Spieler beim Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten verzichten musste. Die Back-ups konnten allesamt die Lücken problemlos schließen. „Yaw Aboagye-Duak, der für Eldert Terekuu aufgelaufen ist, hat ein wirklich gutes Spiel gemacht“, lobte Maier seinen Defensive Back stellvertretend für die Ersatzkräfte, die diesmal mehr Verantwortung hatten.

Die Partie begann aus Pirates-Sicht vielversprechend: Bereits beim zweiten Spielzug konnte Defensive End Okan Güzel den Pass abfangen und auf Elmshorner Attacke umschalten. Wenig später bescherte Runningback Khairi Dickson den Gelbhelmen die ersten Punkte mit einem Lauf über drei Yards. Kicker Sören Becker erhöhte auf 7:0. Die Piraten gaben weiter Gas, doch gleich zwei Touchdowns im ersten Quarter wurden von den Schiedsrichtern nicht gegeben (Pass-Interference, Holding). Abermals hatten die Elmshorner erneut in einem Auswärtsspiel mit einigen fragwürdigen bis diskutablen Schiedsrichter-Entscheidungen zu kämpfen, die letztendlich aber nicht spielentscheidend waren. „KD“ erlief seinen zweiten Touchdown und landete nach einem Lauf über elf Yards in der gegnerischen Endzone (14:0).

Die Paladins konterten im zweiten Quarter und kamen auf 14:7 heran (Ein-Yard-Lauf), ein weiterer Touchdown (16-Yards-Pass) inklusive des Extra-Punkts brachten den Ausgleich. Doch Dickson brachte den Gästen die erneute Führung, indem er den Ball aus gut einem halben Yard Entfernung über die Linie verfrachtete – Beckers Extra-Punkt sorgte für den Zwischenstand von 21:14. Die Nordrhein-Westfalen verkürzten per Fieldgoal aus neun Yards zum 21:17-Halbzeitstand. Denn: im Anschluss wurde den Piraten der insgesamt dritte Touchdown aberkannt.

Im dritten Quarter erhöhte Becker mit einem Fieldgoal aus 13 Yards auf 24:17. Danach glich der Gastgeber erneut aus. „Als es 24:24 stand habe ich jetzt nicht gleich gedacht, dass die Partie kippen könnte. Aber ich habe schon geglaubt, dass es schon bis zum Ende eng bleiben könnte“, so der Pirates-Headcoach, der dann wohlwollend zur Kenntnis nahm, dass nur noch sein Team punkten konnte. Die Piraten legten spektakulär per Touchdown nach: Wide Receiver Diego Sanchez griff sich einen 18-Yards-Pass von Quarterback Ryan Sample circa vier Stockwerke über dem Boden (31:24). Aber es lief nicht alles glatt in der Pirates-Offense: Den Paladins gelang die zweite Interception.

Dickson erlief im Schlussabschnitt das 38:24 über zwei Yards. Bemerkenswert war in den Versuchen zuvor ein messerscharfer 60-Yards-Pass von Sample auf Sanchez, nachdem die Piraten sich von der eigenen Ein-Yard-Markierung Richtung gegnerische Endzone aufmachten. Elmshorns Defensive Back Robby Kendall war mit einer weiteren Interception zur Stelle. Den Schlusspunkt setzte Wide Receiver Nassim Amroun, der einen 56-Yards-Pass von Sample aus der Luft pflückte und über die Endzone brachte. Nach fünf Spielen sind die Piraten unbesiegter Tabellenführer der GFL 2-Nordstaffel.

„So kann es jetzt gern weitergehen. Allmählich sind wir immer mehr die Gejagten. Diese Rolle müssen wir annehmen“, so der Headcoach, der im kommenden Spiel außer den länger verletzten Spielern wieder mit Terekuu (wieder spielberechtigt nach Sperre) und Benjamin Mau – fehlte privat verhindert – planen kann. Am kommenden Samstag, 15. Juni, gibt es im Krückaustadion das nächste Heimspiel der Piraten: Die Langenfeld Longhorns sind zu Gast (Kickoff 16 Uhr, Einlass 14:00 Uhr).

Text PR Elmshorn Fighting Pirates: Fiete Möldenstein

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