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Woche 6: Quo vadis, Braunschweig Lions?

Eine schwierige Saison: New Yorker Lions Braunschweig Eine schwierige Saison: New Yorker Lions Braunschweig IMAGO / Hartenfelser
Das 3:50 gegen die Potsdam Royals war für die New Yorker Lions aus Braunschweig mehr als nur eine Niederlage. Es war ein Offenbarungseid, der unweigerlich zu der Frage führt, wohin der Weg der Lions führen wird.
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Quo vadis, Braunschweig Lions?

Drei Niederlagen in Folge hatte der deutsche Rekordmeister letztmals 2012 kassiert – damals waren es sogar fünf am Stück. Eine Pleite mit 47 Punkten Unterschied gab es auf GFL-Niveau noch nie, ebenfalls mit 47 Punkten verloren die Niedersachsen in ihrer Aufstiegssaison 1994 in der GFL bei den Berlin Bears. Das Spiele endete damals mit 61:14 für die Berliner. So sehr das Ergebnis von Samstag die GFL-Fans erschüttert hat, in ihrer Höhe kam die Niederlage auch überraschend, so sehr hatte sich die sportliche Talfahrt des einstigen Branchenprimus seit Saisonbeginn abgezeichnet. Die Gründe liegen dabei vor allem am nicht adäquat besetzten Kader, der aus Kostengründen herbe Einschnitte hinnehmen musste.

Kann Head Coach Troy Tomlin den Hebel nicht noch herumreißen, drohen die Lions erstmals seit 2012 wieder die Playoffs zu verpassen. Aber das ist nicht die größte Frage, die sich die Fans der Braunschweiger stellen. Eine schlechte Saison kann man nach den Jahren des sportlichen Erfolgs auch einmal verkraften. Doch wie sieht die mittelfristige Zukunft des Vereins aus? Ist die große Ära der Lions dauerhaft vorbei? Oder darf man damit rechnen, dass die Braunschweiger 2022 wieder oben angreifen und ihren alten Platz als Branchenprimus zurückergattern wollen? Für den Moment freuen sich die Dresden Monarchs und Potsdam Royals, die sich nun beide Hoffnungen auf den German Bowl machen, und die Cologne Crocodiles, die wohl unverhofft schon sicher für die Playoffs buchen können. In der K.o.-Phase kann es dann tatsächlich bereits im Viertelfinale zum Duell bei den Schwäbisch Hall Unicorns kommen. Man muss für Braunschweig fast hoffen, dass sie die Playoffs verpassen, denn von Hall dürften sie keine Handbremse erwarten und würden mutmaßlich in ihre Einzelteile zerlegt.

Huch, Saarland Hurricanes?

Während die Braunschweig Lions die Enttäuschung der bisherigen GFL-Saison sind, gehören die Saarland Hurricanes zu den großen Überraschungen. Aktuell führt der Aufsteiger, der nur in der GFL spielt, weil der Platz der Ingolstadt Dukes frei geworden war, sogar die Tabelle vor den Schwäbisch Hall Unicorns an. Allerdings zeigt die Tabelle ein schiefes Bild, denn Hall hat aktuell zwei Spiele weniger absolviert und zuvor das direkte Duell mit den Hurricanes gewonnen. Und trotzdem: Das 17:7 bei den Allgäu Comets weist die Hurricanes als sicheren Tipp für die Playoffs aus – vielleicht sogar mit Heimspielrecht im Viertelfinale. Für die Canes wäre es erst das vierte Mal, dass sie in der Postseason der GFL vertreten wären – erstmals mit einem Heimspiel. Klarmachen müssen die Saarbrücker das in den letzten drei Spielen der regulären Saison, wenn es neben dem zweiten Duell mit Hall zu den Partien gegen die ärgsten Konkurrenten um das Heimspielrecht kommt: gegen die Munich Cowboys und gegen die Ravensburg Razorbacks – beides in Heimspielen.

Wer steigt eigentlich auf?

Auch in der GFL2 zeichnet sich nach den ersten Wochen ein Bild ab, wer denn um den Aufstieg spielen wird. Während das im Norden die Rostock Griffins, Berlin Adler und Düsseldorf Panther sind, marschieren im Süden die Straubing Spiders vorweg. Die Spiders müssten in einer Relegation gegen den Tabellenletzten der GFL-Südstaffel antreten, was momentan die Frankfurt Universe wäre, die sich beim 12:42 im Hessenderby gegen die Marburg Mercenaries erstmals in dieser Saison nicht vom Gegner abschlachten ließen. Im Norden geht es derweil um zwei direkte Aufstiegsplätze.

Ergebnisse aus Woche 6:


  • Dresden Monarchs vs. Berlin Rebels 49:20 (0:0, 35:14, 14:0, 0:6)
  • Frankfurt Universe vs. Marburg Mercenaries 12:42 (0:14, 6:7, 6:14, 0:7)
  • Stuttgart Scorpions vs. Ravensburg Razorbacks 7:14 (0:0, 0:0, 0:7, 7:7)
  • New Yorker Lions Braunschweig vs. Potsdam Royals 3:50 (0:7, 0:21, 0:7, 3:15)
  • Allgäu Comets vs. Saarland Hurricanes 7:17 (0:3, 7:7, 0:0, 0:7)
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