Verband besteht auf die Zahlung der Abgaben all-about-football.de

Verband besteht auf die Zahlung der Abgaben

geschrieben/veröffentlicht von/durch  12.06.2020
Bis zum 15. Juni müssen sich alle Teams der GFL und GFL2 entschieden haben, ob sie sich die Option für einen Spielbetrieb 2020 erhalten wollen oder nicht.

Nach der Kritik von Alexander Korosek, Geschäftsführer der Frankfurt Universe, hat sich nun der Verband geäußert und klargestellt, dass er auf die Abgaben der Vereine an den Verband besteht. Ebenfalls sieht der Verband keinen Zwist zwischen Vereinen und sich.

Der AFVD ist weiter bemüht eine Saison der GFL und GFL2 auf die Beine zu stellen. In der Pressemitteilung vom vergangenen Dienstag spielt der Verband dabei den Ball an die Vereine und macht dabei klar, dass sowohl die Änderung des Lizenzstatuts als auch die Haftungsfreistellung unterschrieben werden müssen, um mit den Planungen für den Spielbetrieb starten zu können.

Dabei sorgt jedoch vor allem die Haftungsfreistellung für Kritik bei den Vereinen. So sagte Korosek auf Nachfrage von TOUCHDOWN24 bereits am Montag: "Es gab die klare Absprache zwischen den Vereinen und dem Verband, dass eine Version der Haftungsfreistellung erstellt wird, welche alle Parteien schad- und klaglos halten. Die mündlich besprochene Version bei der Versammlung hatte leider zwei Tage später nichts mit dem zu tun, was man besprochen hatte. Die Version des Verbandes stößt seither auf viel Unmut in der Liga.“

Diese Kritik kann der Verband nicht nachvollziehen. Auf Nachfrage von TOUCHDOWN24 schreibt der Verband: "Die Gremien und Organe des Verbandes und der Lizenzligen GFL, GFL2, DBL, DBL2 und DFFL befinden sich in einem ständigen Austausch und es gibt ein hohes Maß an Einvernehmlichkeit. Dies schließt nicht aus, dass es in einer gelebten Demokratie andere Wahrnehmungen desselben Sachverhalts und andere Meinungen gibt.“

Unklarheit herrscht auch bei dem Thema der Abgaben und Gebühren. Laut Korosek wurde darüber bisher noch nie geredet, weswegen ihm und der Universe und auch anderen Vereinen, die bereits Zahlungen an den Verband geleistet haben, die Entscheidung noch schwerer fällt. Zumindest dort herrscht jetzt mehr Klarheit, denn die Frage von TOUCHDOWN24 beantwortet der AFVD wie folgt: "Die Zahlung von Beiträgen, Gebühren und Abgaben ist innerhalb von Verbänden und Vereinen ja völlig normal. So wie die Vereine auch weiterhin ihre Mitgliedsbeiträge von ihren Mitgliedern erheben, so erheben die Verbände auch weiter die in den Abgabenordnungen vorgesehenen Verbandsabgaben.

Damit scheint nun klar zu sein, dass der Verband von allen Vereinen, egal ob sie spielen oder nicht, die jährlichen Abgaben verlangt. Inwiefern das die Teams bei ihrer Entscheidung zur Teilnahme an einem möglichen Spielbetrieb beeinflusst, bleibt abzuwarten. Immerhin deutete der Verband an, nicht auf den 15. Juni als Termin für die finale Entscheidung über eine Teilnahme am Spielbetrieb zu bestehen. "Der AFVD kann nicht darüber spekulieren, wie viele Tage ein Lizenzverein benötigt, eine von der Versammlung der Bundesligisten selbst festgelegte Erklärung abzugeben. Wenn es aber so ist, dass Lizenzvereine mehr Zeit benötigen, dann wird die Liga eigenen Vereinen möglicherweise eine längere Frist einräumen. Aber dies ist ein Vorgang, der innerhalb der Lizenzligen und zwischen deren Vereinen geklärt werden wird“, erklärt der Verband auf Nachfrage. Ob es zu einer Verlängerung kommen wird, bleibt also abzuwarten.

Während es in der GFL und GFL2 noch Unklarheit über den Spielbetrieb gibt, hat der Verband am Dienstag bekannt gegeben, dass die GFL Juniors und die beiden Damenbundesligen am 5. September in die neue Saison starten sollen. Hierbei herrschte laut unseren Informationen bereits bei der GFLJ früh Einstimmigkeit über einen Spielbetrieb in diesem Jahr. Alle Vereine haben jetzt bis zum 1. Juli Zeit sich zu entscheiden, ob sie am Spielbetrieb teilnehmen wollen oder nicht. Hierbei konnte sich der Verband in der Pressemitteilung über das "Pilotprojekt“ (AFVD) GFLJ eine Spitze gegenüber Vereinen, die gegen einen Spielbetrieb 2020 sind, nicht verkneifen: "Vor allem hatten die beteiligten Vereine wahrgenommen, dass eine Absage der Saison viel weitreichendere Folgen für den Football-Sport haben wird, als die eigenen Interessen durchzusetzen, selbst wenn die Umsetzung für einige Vereine und Mannschaften eine höhere Belastung darstellen könnte.“

6.50 EUR
Heft 35 Ausgabe JUL 2020 Deines American Football Magazins TOUCHDOWN24.



Sebastian Mühlenhof

Sebastian Mühlenhof arbeitet seit 2019 bei der SDZ Mediengruppe in Aalen. Während seines Auslandsaufenthalt in Kanada entwickelte sich seine Leidenschaft für den American Football. Seit 2019 arbeitet er als freier Mitarbeiter mit Schwerpunkt auf der GFL für TOUCHDOWN24. Außerdem ist er Kommentator in der GFL, Moderator und Experte des Football-Podcasts "Interception - der Football-Talk" und engagiert sich ehrenamtlich in der Pressearbeit bei den Stuttgart Scorpions.

TOUCHDOWN24 im Abo

td24 abo 300x300

Anzeige

Händler finden

Meistgelesen

GFL-Vereine frustriert über Änderungen des Verbandes

18.07.2020 GFL Sebastian Mühlenhof

Am Mittwoch hat der AFVD die angepasste Bundesspielordnung und das neue Lizenzstatut verschickt. Das...