Mittwoch, 28 März 2018 13:45

AFVD erkennt IFAF an – Petition fordert Rechenschaft

geschrieben/veröffentlicht von/durch Thomas Filges
AFVD erkennt IFAF an – Petition fordert Rechenschaft Collage: TD24
Nächstes Kapitel der langen Geschichte zwischen AFVD und IFAF - So langsam aber sicher wird das Gebaren des AFVD seiner eigenen Nationalmannschaft gegenüber untragbar.
Der Internetseite Ran.de sagte AFVD-Präsident Rober Huber, dass „wir selbstverständlich jede Entscheidung des CAS respektieren“. Damit scheint der AFVD nun wieder dem Weltverband angeschlossen, zu spät allerdings für eine Rehabilitierung der deutschen Nationalmannschaft auf internationaler Ebene. Und das Ende der Geschichte ist noch lange nicht in Sicht.

Denn der AFVD versäumte es nicht, der IFAF noch „einen mitzugeben“: Bei der gemeinsamen Tagung mit den Klubvertretern der GFL wurde beschlossen, die Europameisterschaft 2018, die durch das internationale Machtgerangel zwischen Weltverband und AFVD nun ohne Titelverteidiger Deutschland stattfindet, nicht in den nationalen Spielkalender zu integrieren. So werden zahlreiche Topspieler ihrer Länder nicht an der EM teilnehmen können, was der Qaulität des Wettkampfs, dessen sportliche Wertigkeit ohne die für die ursprüngliche Europameisterschaft qualifizierten Deutschen und Italiener sowieso schon infrage steht, weiter herabsetzt.

Als Grund gab der AFVD an, dass die bereits terminieren Spiele der GFL nun nicht mehr verschoben werden können, da sonst der komplette Spielkalender einschließlich des Termins für den German Bowl gefährdet gewesen wäre. In Wahrheit hätten ganze sieben Partien, die für den 13. Spieltag angesetzt sind, einen neuen Termin benötigt. Das Ergebnis ist nun, dass namhafte Spieler nicht für ihre Nationalmannschaften auflaufen können: So werden unter anderem Jonathan Gihl (Allgäu Comets) und Markus Persson (Frankfurt Universe) nicht für Schweden, Roni Salonen (New Yorker Lions), Sebastian Sagne (Frankfurt Universe) und Lauri Vainio (Berlin Rebels) nicht für Finnland sowie Tim Thomas (Frankfurt Universe), Andreas Betza (Frankfurt Uiverse), Alex Thury (Marburg Mercenaries) nicht für Großbritannien, Frankreich und Österreich dabei sein.

IFAF-Präsident Richard McLean mahnt zudem an, dass der AFVD seine Mitgliedsbeiträge im Weltverband für die Jahre 2017 und 2018 noch schuldig ist – Huber wiederspricht. Doch kann man Huber glauben? Erst in der vergangenen Woche hatte er das zweifelhafte Statement abgegeben, dass der AFVD keine Kenntnis von einem CAS-Urteil habe, welches angeblich Anfang März an sämtliche National-Verbände versendet worden war. Eine Woche später nun die Anerkennung der IFAF in New York. Es scheint als hätte das AFVD-Präsidium Zeit bis zur GFL-Tagung gewinnen wollen. Vielleicht auch um einen größeren Aufstand der GFL-Teams zu vermeiden. McLean jedenfalls nimmt zur Kenntnis, dass „die Führung des AFVD wohl einen personellen Neuanfang benötigt“ (Zitat: „their board information must be updated“).

Dazu passt, dass sich nun unterhalb der GFL-Klub-Führungsetagen Widerstand an der Basis formiert. So wurden eine Petition auf auf der Plattform Change.Org gestartet und unter anderem Bezug auf ein Urteil des Verwaltungsgerichtes Köln genommen. In einer zurückgewiesenen Klage des AFVD auf Sportförderung durch das Bundesinnenministerium hatte das Gericht festgestellt, dass der AFVD nur etwa fünf Prozent seine Budgets in den Leistungssport steckt, während die Funktionäre durchaus gut verdienen würden. Die Basis will nun Antworten auf Fragen, die dieses Urteil aufgeworfen hat.

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