HEFT #50

Ausgabe OKTOBER 2021

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#DraftWatch: Rückblick auf College Woche 2

Im Neyland Stadium in Knoxville, Tennessee gelang den Pittsburgh Panthers ein wichtiger Auswärtssieg Im Neyland Stadium in Knoxville, Tennessee gelang den Pittsburgh Panthers ein wichtiger Auswärtssieg ESPN Player
In seiner wöchentlichen #DraftWatch beobachtet Luca vom Blog The Crunchtime den vergangenen Spieltag aus der Draftperspektive. Künftig wird er diesen als Gastartikel hier bei TOUCHDOWN24 veröffentlichen. Dabei bezieht er sich vor allem auf die in der Vorwoche erschienene College Kolumne von Draft Nerd Philipp Forstner. Viele spannende Draft Prospects machten am Wochenende wieder auf sich aufmerksam.

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Pittsburgh Panthers @ Tennessee Volunteers (41-34)

Der Fokus lag sicherlich auf Pittsburgh Quarterback Kenny Pickett, der am Ende für 285 Yards warf und auf drei Total Touchdowns kam. Er führte sein Team zum Sieg und startete direkt sehr stark mit einem kreativen Wurf “Off-Platform”, der die Panthers nach anfänglichem Rückstand auf Tuchfühlung brachte. Dazu war sein Ball Placement über das ganze Spiel genau und auch seine Athletik konnte er zur Schau stellen. Allerdings brauchte er relativ lange für seine Reads, was dementsprechend das ganze Timing der Offense gleich mehrmals durcheinander brachte. Momentan steht Pickett bei den Scouts der NFL Teams nicht hoch im Kurs, da er bereits 23 Jahre alt ist und keinen großen Entwicklungshorizont verspricht.

Ansonsten hatte Right Tackle Cade Mays von Tennessee einen nicht guten Tag, er fiel nur durch Strafen auf. Weitere Talente, wie Pittsburghs Linebacker Cam Bright konnten sich auch nicht aufdrängen.

Iowa Hawkeyes @ Iowa State Cyclones (27-17)

Die Cy-Hawk Trophy war für viele College Fans das Highlight des Tages. Geprägt wurde das Spiel zwar von beiden Defenses, aber auch die Angreifer verdienen ihre Aufmerksamkeit.

Iowa State Quarterback Brock Purdy sammelte in der Offseason einigen Hype an, hatte aber diese Woche erneut große Probleme. Er warf 3 Interceptions und hatte ein Passer Rating von 68,9 am Ende des Spiels. Er benötigte bei seinen ersten beiden Interceptions zu viel Zeit, sodass seine Receiver nicht mehr frei waren, als er endlich dazu kam, sie anzuwerfen. Zwar zeigte er durchaus seinen Touch, den er bei Pässen gefühlvoll in seine Würfe legen kann, aber ist er mit weiteren Vorstellungen wie am Samstag nicht Relevant für den Draft.

Sein Runningback Breece Hall hatte auch einen eher unglücklichen Tag. Er war für den Fumble verantwortlich, der die Hawkeyes mit 20:10 in Führung brachte. Hall ist ein geduldiger Runningback mit guten Cut-Back Fähigkeiten, aber er muss in den kommenden Spielen mehr zeigen, um seinem Status als bester Spieler seiner Position gerecht zu werden.

Sein Pendant bei den Hawkeyes Runningback Tyler Goodson konnte nach einer starken Performance in der Vorwoche wieder beeindrucken. Goodson ist ein sehr beweglicher, schneller Runner, der auch durchaus Gegner mit seinen Moves ins Leere tackeln lassen kann. Hinzu kommt, dass er auch als Pass Catcher eingesetzt wird.

Die beiden hochgelobten Tight Ends der Cyclones Chase Allen und Charlie Kolar traten als Receiver nicht groß in Erscheinung (zusammen nur 36 Yards). Nur Allen zeigte mit einigen guten Blocks seine Qualitäten im Blocking.

In den Offensive Lines der beiden Teams standen die beiden Center unter besonderer Beobachtung. Tyler Linderbaum auf Seiten Iowas und Collin Newell bei den Gastgebern. Newell war solide, aber nicht beeindruckend. Linderbaum hingegen dominierte seine Gegner und zementiert damit seine Ansprüche, bester Center im Draft 2022 zu sein.

Die Defenses der beiden Teams waren sehr aufmerksam und am Ende auch spielentscheidend für die Hawkeyes. Insbesondere Cornerback Matt Hankins stach mit zwei Interceptions und sehr guten Ball Skills heraus.

Auf Seiten der Cyclones war Edge Will McDonald immer wieder gefährlich für Spencer Petras. Er verursachte regelmäßig Pressure und glänzte mit einem schnellen Get Off.

Ihn werden NFL Teams auf jeden Fall weiterhin beobachten, da er auch viele Läufe von Goodson beeinflusste und sich als geduldiger Run Stopper hervortat.

Safety Greg Eisworth war öfter gut in Coverage zu sehen und insbesondere gegen die Tight Ends der Hawkeyes sehr stabil. Sein Linebacker Kollege Mike Rose hat zwar einen beeindruckenden Frame, war aber gefühlt immer einen Schritt zu spät.

Texas Longhorns @ Arkansas Razorbacks (21-40)

Nun also zum letzten Spiel, dem Rematch des ‘’Game of the Century’’. Die Razorbacks Defense um Safety Jalen Catalon war eine Macht und ließ lediglich 242 Yards gegen eine Texas Offense zu, die letzte Woche gegen Louisiana fast doppelt so viel produzierte. 

Catalon ist ein sehr explosiver Safety mit guten Instinkten. Diese wurden auch gegen Texas Runningback Bijan Robinson deutlich, indem er häufig in die Box schoss und gegen den Lauf mehrere sichere Tacklings setzte. Seine Positionierung bei solchen Vorstößen war hervorragend und auch seine Coverage-Fähigkeiten sahen gut aus. Ihn muss man auf jeden Fall weiterhin im Blick behalten.

Texas Linebacker DeMarvion Overshown konnte sich nicht immer von seinen Blöcken lösen, aber zeigte eine gute Beschleunigung, mit der er zügig zum Gegner aufschloss. Die beiden Cornerbacks D’Shawn Jamison und Josh Thompson konnten den Star-Wide Receiver der Razorbacks Treyvon Burks bei 34 Yards halten. Insbesondere Josh Thompson stach gegen den Lauf heraus, indem er ins Arkansas Backfield schoss und einen einfachen Goalline Touchdown verhinderte. Das alles half aber nichts, um die erste Saisonniederlage der Longhorns zu verhindern.

Viele wichtige Erkenntnisse zu den Prospects dürfen auch am nächsten Spieltag gesammelt werden. Wer sich noch mit weiteren Spielern beschäftigen möchten, die aus Draft Perspektive interessant sind, kann gerne bei The Crunchtime vorbeischauen, wo zeitgleich der zweite Teil der #DraftWatch erschienen ist. 

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