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68 Millionen US-Dollar: Big Ben hängt in Pittsburgh zwei Jahre dran

25. April 2019 NFL Markus Schulz
Die Pittsburgh Steelers und Ben Roethlisberger haben sich auf eine weitere Zusammenarbeit verständigt und den 2020 auslaufenden Vertrag vorzeitig verlängert.

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Spiel: Zum Match wurde schon genügend geschrieben, das Ergebnis mit 18:14 analysiert. Würden beide Teams in die Playoffs die gezeigten Angriffsleistungen voller Fehler und Mißverständnisse mitnehmen, ist ein Finale zweier Nordteams sehr wahrscheinlich. Aber auch Kompliment an die beiden Defenses, die die Playbooks zu lesen und nutzen wussten.

Stadion: Der idyllisch gelegene Optima-Sportpark ist nach mehreren Umbauten zu einem echten Schmuckstück geworden, die neue Gegentribüne (in diesem Fall für die zahlreichen Gästefans) war das letzte fehlende Mosaiksteinchen zum reinen Football-Stadion. Parkplätze sind in ausreichender Anzahl vorhanden, ein einweisender Ordnungsdienst würde das Ganze noch optimieren, den ein oder anderen Stau verhinden. Keine Staus gab es an der Kasse, was bei über 3.000 Besuchern positiv zu vermelden ist, da viele der Besucher vom Vorverkauf Gebrauch machten, das neue Online-Ticketing-Portal nutzten. Ein separater Gästeeingang trug dazu ebenso bei, die über 400 Frankfurter aus dem Sonderzug wurden zügig eingelassen und an ihre Plätze gewiesen.

Catering: Die Auswahl an Speisen und Getränken ist ausreichend und vielseitig, weder die klassische Bratwurst mit Pommes fehlt, noch das Muss beim American Football mit Burgern und Popcorn. Die kleinen Staus an den Bon-Kassen liegen nicht an den Mitarbeitern, die höflich, geduldig und emsig ihren Job verrichten, sondern an der individuellen Auswahl der zu erwerbenden Güter, die dann erst ausgedruckt werden müssen und Zeit kosten. Gut die Idee, auf der Gästeseite die Bons durch Bargeld zu ersetzen, der reine Tageskunde seine Basics gegen Cash erwerben kann. Ein No-Go ist jedoch die Ausgabe von Getränken in Glasflaschen statt in Pappbechern gem. den Durchführungs-bestimmungen des AFVD. Auch die VIPs nehmen ihre Getränke zum Spiel mit auf die Sitzplätze, stellen Weizenbiergläser oder Flaschen sogar auf die Balustrade der Hauptribüne, die sich unmittelbar hinter der Teamzone der Haller befindet. Nicht auszudenken wenn nur ein „Idiot“, den es halt überall gibt, sein frustriertes Privatleben einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen will...und für die mögliche Wurfdistanz muss man eben kein gelernter Quarterback sein! Andererseits durften die leeren PET-Pfandflaschen der zahlreichen Gäste nicht mit ins Stadion genommen werden, was ein sinnfreies Kontrastprogramm zu den viel gefährlicheren Glasgeschossen im weiten Rund bildete.

Programm: Für die ganze Familie gibt es ein paar Stationen um die Wartezeit zu verkürzen, die Hüpfburg für die Kleinsten ist ebenso eine Anlaufstelle wie das Football-Feld zum Üben für die Großen. Viele Besucher waren schon gut zwei Stunden vor Spielbeginn im Stadion, was für den kommunikativen Faktor der Haller Football-Famile spricht.

Publikum: Es ist fachkundig, spart nicht mit Anfeuerung der eigenen Farben, aber es gibt auch Beifall bei gelungenen Aktionen des Gegners. Selbst der Auftritt der lila Cheerleader wurde beklatscht, zumal die eigenen verhindert waren. Der Stadionsprecher kommentiert kompetent und neutral die Aktionen, für Neulinge des Sports eher noch zu wenig, zusätzliche Ergänzungen wären für diese „Rookies“ hilfreich. Viele der Gäste mit Stehplatzkarten wichen auf den Innnenraum aus, machten es sich in den Ecken des Infields bequem, ohne dass die spärliche Security darauf reagierte. Gottseidank blieben mögliche Kontakte zwischen Wide-Receiver und Publikum aus, was sicher körperlich zu Lasten der Fans gegangen wäre. Etwas weniger Steher zu verkaufen, wäre sicherlich die bessere Option. Auch haben Kinder unter 16 Jahren in der Teamzone während der Partie nichts verloren, auch wenn sie zum Club gehören
(es waren nicht die Ballboys!)

Presse: Die Arbeit der schreibenden Zunft wird nicht gerade durch die Bereitstellung von reinen Stehplätzen gefördert (Sitze waren trotz frühzeitiger Akkreditierung nicht machbar), die vom Verband gefordete „Pressetribüne“ mit Sitzen/Tischen gibt es nicht, den Laptop für die Berichte galt es an den Biertischen zwischen freundlichen Fans zu platzieren, die interessiert dem Artikel des Schreiberlings folgten. WLAN?? hmmm.....

Fotografen müssen ihr eigenes Leibchen mitbringen, um den Innenraum betreten zu dürfen, was zu einem bunten Chaos führt, da Zugehörigkeiten nicht feststellbar sind. Zur Pressekonferenz nach der Partie darf man in den VIP-Raum, zu dem der Journalist gruß- und kommentarlos nach Vorlage seines Ausweises durch die Türsteher eingelassen wird.

Gesamturteil: Die Note “gut“ hätten wir gerne an nette Gastgeber vergeben, aber die benannten Sicherheitsrisiken verhindern diese Beurteilung. Diese und auch die fehlenden Möglichkeiten für die Presse sind im Gegensatz zum sportlichen Auftreten des Haller Serienmeisters absolut nicht erstligareif.

Sicher, es ist trotz ausverkauften Hauses nichts passiert, aber wollen wir darauf warten, dass unser Sport nur so auf die Titelseiten kommt?

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