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Was macht eigentlich... Equanimeous St. Brown

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Mit Sorgenfalten im Gesicht war Halls Head Coach Jordan Neuman am Samstag nach Frankfurt gereist. Musste er doch kurzfristig auf Devin Benton verzichten. Der Defense Liner war wegen einem Trauerfall in der Familie in die USA gereist und konnte nicht wie geplant rechtzeitig zum Spiel wieder in Deutschland sein. Kam hinzu, dass Linebacker Simon Brenner seine Handverletzung entgegen aller Hoffnungen noch nicht auskuriert hatte.

Am Ende waren die Sorgen Neumans unbegründet. Der Ausfall Bentons ermöglichte in Frankfurt den Dauereinsatz des amerikanischen Neuzugangs Raheem Wilson als Cornerback. Er machte eine sehr gute Figur, setzte einige Tackles und war für einen aus Haller Sicht wichtigen Ballverlust der Frankfurter im dritten Viertel verantwortlich. Die Haller Defense Line konnte Bentons Ausfall nicht zuletzt wegen einer sehr guten Leistung von Alexander Kreß kompensieren.

So hatte die Unicorns-Defense ihre Gegner das gesamte Spiel über gut im Griff – abgesehen von einer kurzen Phase Mitte des zweiten Viertels. „Wir müssen das Laufspiel der Frankfurter über Silas Nacita stoppen“, sagte Neuman vor dem Spiel, und genau das gelang den Hallern in dieser Phase nicht. Das Frankfurter Ausnahmetalent war in diesem Angriffszug der kaum zu bremsende Hauptakteur und die Unicorns begünstigten ausgerechnet in diesem Moment die Bemühungen der Universe-Offense. Mit zwei Facemask-Strafen schenkten sie den Hessen quasi 30 Yards Raumgewinn auf dem Weg zu deren einzigem Touchdown an diesem Abend.

Die Frankfurter Defense erlaubte den Unicorns im Angriff nur selten eines ihrer in der Liga gefürchteten Big Plays. Halls Offense fand meist aber trotzdem Mittel und Wege, den Ball zu bewegen. Dabei war der Ex-Frankfurter Nathaniel Robitaille die wichtigste Anspielstation. Er war mit zwei Touchdowns auch für die Haller 14:0-Führung (beide PAT Tim Stadelmayr) Anfang des zweiten Viertels verantwortlich.

Beim 14:0 hatte man allerdings den Eindruck, dass die Ingolstadt Dukes in der Vorwoche ihre Trickkiste im Haller OPTIMA Sportpark vergessen hatten und die Haller sich daraus bedienten. Der kurze Rückwärtspass von Marco Ehrenfried auf Tyler Rutenbeck, der danach Robitaille über 32 Yards in der Frankfurter Endzone bediente, erinnerte stark an die Sorte Trickspielzüge, mit denen Ingolstadt die Haller eine Woche zuvor mehrfach düpierte.

Wichtig für die Ruhe im Haller Spiel war die letzte Spielminute der ersten Halbzeit. Universe suchte den Ausgleich, doch die Unicorns zwangen ihre Gastgeber zweimal zu einem vierten Versuch. Beim zweiten Mal gelang den Hessen kein neuer Firstdown und so kamen die Haller 20 Sekunden vor Spielende und Yards vor der Universe-Endzone nochmals in Ballbesitz. Bei auslaufender Uhr flog der Ball nach einem 41-Yard-Kick von Tim Stadelmayer zum 17:7 durch die Torstangen. Die Frankfurter waren damit unter Druck gesetzt: In der zweiten Hälfte mussten sie mindestens zwei Punkterfolge mehr als ihre Gäste erzielen.

Im dritten Viertel sollten allerdings keinem der beiden Teams Punkte gelingen. Zu stark agierten die Verteidigungsreihen auf beiden Seiten und der Ballbesitz wechselte viermal bis man ins letzte Viertel ging. Das begann dann allerdings mit einem Paukenschlag in Form einer Passinterception. Der erst 19-jährigen Haller Jan Klenk konnte sich gegen den erfahrenen Top-Receiver David Giron Jansa durchsetzen und den Ball für Hall erobern.

Klenk legte damit den Grundstein für einen 41-Yard-Pass von Ehrenfried auf Robitaille, der die Haller in die Red Zone von Universe brachte. Die letzten zehn Yards überbrückten die TSGler mit einem Ehrenfried-Pass auf Aurieus Adegbesan (PAT Stadelnmayr) und erzielten so bereits neun Minuten vor Spielende das 24:7. Ein Anschluss oder gar eine Wende sollte den Hessen zur Freude der rund 500 mitgereisten Haller Fans danach nicht mehr gelingen.

Die Unicorns haben mit dem Erfolg in Frankfurt einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Titelverteidigung im Süden erreicht. Auch die 17 Punkte Differenz stellen ein achtbares Polster für das Rückspiel dar, denn am Ende der Saison könnte womöglich der direkte Vergleich entscheidend für die Titelvergabe sein.

Vor den Unicorns liegen nun zwei spielfreie Wochenenden. Am 15. Juli müssen sie zum Württemberg-Derby in Stuttgart bei den Scorpions antreten und eine Woche später in München bei den Cowboys. Am 5. August findet dann im OPTIMA Sportpark das Rückspiel gegen Frankfurt statt, auf das man heute schon gespannt sein darf.

Text: PR Schwäbisch Hall Unicorns - Axel Streich

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